Personalsituation in der Thüringer Polizei wird ernst genommen

11. November 2016 | Themenbereich: Polizei, Thüringen | Drucken

Thüringens Minister für Inneres und Kommunales, Dr. Holger Poppenhäger, bekräftigt auf die Kritik der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zur Personalsituation nochmals und mit Nachdruck: „Wir brauchen jeden Einzelnen der aktuell 5.938 Polizeivollzugsbeamten, der 300 Verwaltungsbeamten, der 834 Beschäftigten und die 373 Polizeianwärter. Wir haben das frühzeitig erkannt und den von den CDU-geführten Landesregierungen schon 2005 begonnenen Stellenabbau gestoppt, durch den wir alleine in den letzten zehn Jahren rund 800 Beamtinnen und Beamte verloren haben.“ Heute haben wir leider mit den negativen Folgen der damaligen Entscheidung zu kämpfen, betont der Minister.

„Ich kenne die Altersstruktur in der Polizei, die hohe Belastung unserer Thüringer Polizeibeamtinnen und Beamten, dazu kommen gestiegene komplexe Anforderungen im Sicherheitsbereich und eine erhöhte Terrorgefahr“, erklärt der Minister. Dies justiere den Blick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Qualität und Quantität in der Thüringer Polizei immer wieder neu. Deshalb, so Poppenhäger, hat diese Landesregierung eine bessere Ausrüstung, wie neue ballistische Schutzkomponenten, einen moderneren Fuhrpark oder spezielle Ausbildungsmodule auf der Agenda. Der polizeiliche Staatsschutz im Landeskriminalamt und die Spezialeinheiten wurden bereits verstärkt. Auch habe man die Evaluierung der Polizeistrukturreform durch eine Expertenkommission durchgeführt, deren Ergebnisse gerade geprüft werden.

„Gut ausgebildete Polizisten wachsen nicht auf Bäumen. Den Stellenabbau zu stoppen und mehr Polizisten auszubilden war nur der erste Schritt. Bewegung setzt weitere Schritte voraus. Ziel muss es sein, keine weiteren Polizisten zu verlieren und die Ausbildungskapazitäten zumindest auszuschöpfen,“ erklärt der Innenminister abschließend.

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