Schießstände – verantwortliches Handeln gefragt!

9. November 2016 | Themenbereich: Berlin, Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

 

Es muss endlich professionelles Handeln seitens der Verantwortlichen Einzug halten, um die Sachverhalte, die zu den jeweiligen Erkrankungen der Betroffenen geführt haben, abschließend klären zu können.
Der BDK begrüßt im Nachhinein die Initiative der „Task Force Schießstände“, den betroffenen Kollegeninnen und Kollegen eine Liste von Betriebsärzten zur Verfügung zu stellen, um ihre gesundheitlichen Ausfallerscheinungen durch die Pulverdämpfe untersuchen und bewerten zu lassen.

Leider mussten die Betroffenen feststellen, dass die ausgewiesenen Betriebsärzte zum Teil keine für diese Fachrichtung erforderliche Qualifikation aufweisen konnten. Ferner praktizierten einige der genannten Ärzte nicht mehr.

Es erstaunt zudem, dass die Betroffenen zum Teil über ein Jahr auf die Bearbeitung ihrer angezeigten Dienstunfallanzeigen warten müssen. Dies geht einher mit dem Fehlen eines Betriebsarztes seit dem Dienstaustritt des LtdMeD Dr. MÜTZEL am 31.05.2016. Dienstunfallanzeigen können somit nicht mehr bearbeitet werden, Entscheidungen zur Anerkennung von Dienstunfällen bzw. Berufserkrankungen nicht mehr herbeigeführt werden.

Es sollte unstrittig sein, dass dieses Verhalten unserer Behörde nicht toleriert werden kann, denn die Möglichkeiten externe Betriebsärzte/ Arbeitsmediziner zu beauftragen, sollte in der Hauptstadt eines der reichsten Industrieländer dieser Erde mehr als gegeben sein.

Um das Geschehene noch einmal in Erinnerung zu rufen: nicht die Vielschießer der Spezialeinheiten und Schießausbilder waren die Verursacher der extremen bundesweit einmaligen Missstände, sondern die Betreiber der Berliner Polizeischießanlagen.

In diesem Sinne würden es die Betroffenen begrüßen, wenn hier endlich professionelles Handeln seitens der Verantwortlichen Einzug hält, um die Sachverhalte, die zu den jeweiligen Erkrankungen geführt haben, abschließend klären zu können.

Die Vorgehensweise der Behördenleitung ist hier nicht nachvollziehbar und wird weiterhin durch den BDK hinterfragt werden.

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