Neue Koordinierungsstelle für Gewaltprävention

9. November 2016 | Themenbereich: Prävention, Rheinland-Pfalz | Drucken

Das Land plant eine neue Koordinierungsstelle für Gewaltprävention, die Arbeitsbereiche aller Ressorts der Landesregierung miteinander verknüpft, um im Kampf gegen eine zunehmende Gewaltbereitschaft zielgerichteter agieren zu können.

„Wir freuen uns, dass der Ministerrat unserem gemeinsamen Vorschlag zugestimmt hat, eine neue ressortübergreifende Koordinierungsstelle für Gewaltprävention unter dem Dach des Jugend- und Integrationsministeriums einzurichten. Diese soll die Aktivitäten der Landeregierung ressourcensparend vernetzen und effektiv steuern“, teilten Jugendministerin Anne Spiegel und Innenminister Roger Lewentz nach der Ministerratssitzung am Dienstag in Mainz mit.

In einem ersten Schritt auf dem Weg zur neuen Koordinierungsstelle werden die gewaltpräventiven Aktivitäten der Landesregierung nach einheitlichen Kriterien erfasst und bewertet. „Schon dabei können wir effektiv prüfen und ausweisen, wo die Koordinierungsstelle zukünftig ansetzen kann, um Maßnahmen und Verfahren weiter zu optimieren“, so Innenminister Lewentz. In einem nächsten Schritt soll es eine gemeinsame Homepage geben, die die unterschiedlichen Maßnahmen und Programme zur Gewaltprävention transparent machen und über diese informieren soll. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen auf einen Blick erkennen, wen sie ansprechen können, wenn ihnen oder anderen Gewalt droht oder angetan wurde. Oder auch, wenn sie besorgt und verunsichert sind durch Nachrichten über Gewalttaten“, erklärt Jugendministerin Spiegel.

Der Ministerrat hatte nach dem Amoklauf in München sowie den Anschlägen in Ansbach und auf einen Regionalzug nach Würzburg das Jugend- und Integrationsministerium sowie das Innenministerium damit beauftragt, Maßnahmen zur Gewaltprävention in Rheinland-Pfalz noch besser sichtbar und für die Bürgerinnen und Bürger zugänglich zu machen.

„Wir haben ja bereits gute Erfahrungen in der ressortübergreifenden Zusammenarbeit gesammelt“, unterstrich Spiegel, „so zum Beispiel mit den Häusern des Jugendrechts oder bei dem rheinland-pfälzischen Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (RIGG).“

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