„Wichtiger Baustein im Kampf gegen Wohnungseinbrüche“

7. November 2016 | Themenbereich: Hessen, Kriminalität | Drucken

Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, hat am „Tag des Einbruchschutzes“ das Präventionsmobil des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) besucht, das auf dem Schlossplatz in Wiesbaden Bürgerinnen und Bürger zur Einbruchprävention informierte. Im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls (WED) wurden die Beamtinnen und Beamten des HLKA dabei von Kollegen aus Rheinland-Pfalz unterstützt.

„In Hessen haben wir es im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls geschafft, die Aufklärungsquote im Jahr 2015 auf 21,6 Prozent zu steigern – ein im Ländervergleich ordentlicher Wert. Die Quote gescheiterter Einbrüche ist auf 43,8 Prozent angestiegen. Dass fast die Hälfte der Einbruchsversuche scheitern, ist ein Beleg dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger wachsamer geworden sind und Sicherungsmaßnahmen treffen. Das zeigt auch, dass die entsprechenden Präventionsangebote der Polizei greifen. Gleichwohl stellt der Wohnungseinbruchdiebstahl auch weiterhin faktisch sowie für das subjektive Sicherheitsgefühl ein großes Problem für die Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland dar. Die Länderkooperation ist ein weiterer wichtiger Baustein im Kampf gegen dieses Deliktsfeld“, so Staatssekretär Werner Koch

Neben der Länderkooperation und grundsätzlichen präventiven und repressiven Maßnahmen setzt die hessische Polizei auch auf technische Neuerungen: Das Computer-Programm „KLB operativ“, das von hessischen Polizisten erfunden und entwickelt wurde, erlaubt es künftig, mögliche Einbruchziele zu prognostizieren und Täter durch den zielgerichteten Einsatz polizeilicher Kräfte im direkten Tatumfeld dingfest zu machen. Die neue Prognose-Software leitet aus den polizeilichen Datenbeständen räumliche und zeitliche Schwerpunkte ab und erkennt bestimmte Verhaltensmuster der Täter.

Auf der Grundlage der Ergebnisse werden an jedem Morgen eine Einsatzplanung und ein Bekämpfungskonzept für die nächsten 24 Stunden erstellt. Mit dieser verbesserten Kriminalitätsanalyse können die Einsatzkräfte sehr gezielt in ausgewiesenen Brennpunktregionen zu tatrelevanten Zeiten eingesetzt werden. Bereits im kommenden Jahr wird die Software hessenweit zum Einsatz kommen.

„Die bisherigen Erfahrungen in den Pilotregionen sind sehr erfolgsversprechend. Mit der innovativen Eigenentwicklung hat die hessische Polizei ein zusätzliches Instrument gewonnen, um noch gezielter und effektiver gegen Wohnungseinbrüche vorgehen zu können“, so Staatssekretär Werner Koch.

Im präventiven Bereich bietet die hessische Polizei Bürgerinnen und Bürgern umfangreiche Beratung an. Dabei zeigt sie praktisch, wie die eigenen vier Wände durch mechanische Sicherungen, Überfall- und Einbruchmeldeanlagen sowie durch Videoschutz sicherer werden können.

„Wir haben die polizeiliche Kriminalprävention in den vergangenen Jahren spürbar gestärkt. Den Einbau von Sicherungstechnik an Wohnungen und Häusern wird seitens des Landes mit KfW-Mitteln gefördert“, so Werner Koch.

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