Neues Sitzungssaalgebäude für das Strafjustizzentrum in Nürnberg

3. November 2016 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Der Nürnberger Justizpalast bekommt einen neuen Anbau. Geplant ist ein Ersatzbau für den Ostflügel. „Wir schaffen damit Platz und können so den Ostbau mit dem berühmten ‚Saal 600‘ dem Gedenken an die Nürnberger Prozesse widmen. Gleichzeitig haben wir die Chance, die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien dort unterzubringen“, hat Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann heute feierlich beim Richtfest gesagt. Der Spatenstich für den Neubau fand im Juli 2015 statt. Der Neubau kann 2018 bezogen werden. „Die vom Freistaat Bayern investierten rund 27 Millionen Euro sind gut angelegt“, ist sich Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback sicher. „Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Nürnberger Justiz“, fasst Herrmann zusammen.

„Mit weiteren 3.400 Quadratmetern Nutzfläche wird das größte zusammenhängende Justizgebäude in Bayern noch größer“, so der Bauminister. Das Leipziger Architekturbüro ZILA, welches den Architektenwettbewerb gewonnen hatte, sieht mit seinem Entwurf einen respektvollen Umgang mit dem baulichen Erbe vor. „Denn der Neubau schafft in zeitgemäßer Architektursprache eine städtebaulich überzeugende Vollendung des Ensembles. Er enthält den künftigen Haupteingang zum Strafjustizzentrum. Gleichzeitig schließt er den bestehenden offenen Hof ab“, erläuterte Herrmann.

Herrmann hatte sich schon vor Jahren erfolgreich dafür eingesetzt, dass das ehemalige Gelände der Verkehrsaktiengesellschaft (VAG) für die Justizerweiterung angekauft wird. „Der Neubau für die Justiz ist erst der Anfang. Auch das übrige Gebiet wird sich städtebaulich weiterentwickeln“, erklärte Herrmann.

Justizminister Bausback hebt hervor: „Die Nürnberger Justiz wird mit Abschluss der Baumaßnahme über ein hochmodernes Sitzungssaalgebäude verfügen, das allen Anforderungen an einen modernen Gerichtsbetrieb gerecht wird. Modernste Sitzungssaaltechnik gehört ebenso dazu wie die Infrastruktur für Sicherheit und Gefangenenvorführung. Darüber hinaus ebnen wir mit der Errichtung des Gebäudes als erstes Modul des neuen Strafjustizzentrums den Weg zur künftigen Zusammenfassung der gesamten Nürnberger Strafjustiz auf dem ehemaligen VAG-Gelände!“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwartet ein rundum modernes Gebäude mit besten Arbeitsbedingungen, das zugleich räumliche Engpässe beseitigt. Herrmann: „Die bestehende Infrastruktur des Justiz­palastes kann gemeinsam genutzt wer­den. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind Altbau und Neubau verbunden. Dies er­möglicht Synergien und kurze Wege in diesem großen Gebäudekomplex.“

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