Einbrüche grenzüberschreitend bekämpfen

27. Oktober 2016 | Themenbereich: Kriminalität | Drucken

Die Innenminister des Bundes, der Länder Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und aus Belgien und den Niederlanden unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. Ab heute finden außerdem länderübergreifende Schwerpunktkontrollen gemeinsam mit Baden-Württemberg, Bayern und Hessen statt und mit Georgien wurden erste Gespräche zu einer möglichen Zusammenarbeit geführt.

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und der Minister des Inneren in Rheinland-Pfalz Roger Lewentz unterzeichnen am 31. Oktober 2016 im Aachener Rathaus gemeinsam mit Ihren Amtskollegen aus Belgien, den Niederlanden sowie Nordrhein-Westfalens und Niedersachsen eine Vereinbarung über die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. Es geht darin um acht Handlungsbereiche, in denen die Zusammenarbeit weiter verstärkt werden soll. Exemplarische Handlungsfelder sind einen intensiver und kontinuierlicher Informationsaustausch, gemeinsame Fahndungs- und Kontrolltätigkeiten sowie Prävention.

Am Rande der Innenministerkonferenz im Juni 2016 unterzeichnete Lewentz bereits mit seinen Kollegen aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen eine ähnliche Kooperationsvereinbarung. Auf dieser Basis findet vom 27. bis 29. Oktober eine gemeinsame länderübergreifende Fahndungs- und Kontrollaktion statt.

Dazu unterstreicht der Innenminister: „Verbrecher interessieren Länder- und Staatsgrenzen nicht. Deshalb ist ein entscheidender Punkt, um insbesondere Einbruchskriminalität effektiv verfolgen zu können, die Kooperation der Sicherheitsbehörden über Verwaltungs- und Staatsgrenzen hinweg“. In diesem Kontext fand im Frühjahr auch ein erstes Gespräch mit dem georgischen Innenminister statt, um auszuloten, wie man eine Kooperation der jeweiligen Polizeibehörden angehen könnte.

„Wir erhöhen den Druck auf Einbrecherbanden, indem wir nicht nur kleinflächig Fluchtwege, sondern überregional Reiserouten ins Visier nehmen. Andererseits setzen wir auf Prävention. Es gibt Vorsichtsmaßnahmen, die jeder und jede treffen kann, mit denen man – das belegen die Zahlen – Einbrüche verhindert“, erläutert Lewentz.

In diesem Zusammenhang verweist der Minister auf den „Tag des Einbruchsschutzes“‘ am 30. Oktober 2016. Rund um diesen Tag führt die Polizei gemeinsam mit Kommunen Maßnahmen durch. Vielfältige Informationen zu typischen Täterarbeitsweisen, Möglichkeiten der Sicherungstechnik, finanzieller Förderung und zu individuellen Beratungsangeboten der Polizei sind zusammengetragen auf der Informationsplattform www.einbruchschutz-rlp.de.

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