Diplomierungsfeier neue Kommissarinnen und Kommissare

27. Oktober 2016 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

214 neue Führungskräfte und hochqualifizierte Ermittler verstärken ab sofort als Kommissarinnen und Kommissare die Bayerische Polizei. Sie haben erfolgreich ihr zwei- beziehungsweise dreijähriges Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege, Fachbereich Polizei, abgelegt. Bei der heutigen Diplomierungsfeier in Sulzbach-Rosenberg hat Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck vor allem die hervorragende Ausbildung der neuen Polizistinnen und Polizisten gelobt. „Das ist unser Erfolgsrezept für die Spitzenstellung Bayerns bei der Inneren Sicherheit.“ Außerdem händigte Eck Urkunden und Preise an die zehn besten Absolventen aus.

Die neuen Kommissarinnen und Kommissare kommen aus ganz Bayern und haben ihr Studium in Fürstenfeldbruck und Sulzbach-Rosenberg absolviert. Die Schwerpunkte reichten von polizeilichem Management wie beispielsweise Kriminalistik, Führungslehre oder polizeiliches Einsatzverhalten, bis hin zu Rechtswissenschaften wie Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht, polizeiliches Eingriffsrecht oder Verkehrsrecht. Laut Eck geht es vor allem darum, Theorie und Praxis optimal zu verknüpfen. „Neben dem Fachwissen und zahlreichen Fertigkeiten sind insbesondere auch Teamgeist und Fingerspitzengefühl gefragt.“ Der Polizeiberuf sei ein Dienst von Menschen für Menschen.

Besorgniserregend ist laut Eck die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte, die vergangenes Jahr einen neuen Höchststand erreichte. Ganz besonders betroffen zeigte sich Eck vom kaltblütigen Mord an einem 32-jährigen Polizisten durch einen 49-jährigen ‚Reichsbürger‘ am 19. Oktober in Georgensgmünd. „Die zunehmende Gewalt gegen unsere Polizistinnen und Polizisten werden wir nicht hinnehmen“, sicherte der Staatssekretär zu. „Wir werden mit aller Entschlossenheit die Sicherheit derer schützen, die uns schützen und helfen.“ Hierzu verwies Eck auf das Konzept ‚Sicherheit durch Stärke‘, das die Bayerische Staatsregierung im Juli dieses Jahres beschlossen hat. „Unter anderem werden wir unsere Polizei noch besser ausstatten, etwa mit ballistischen Helmen, speziellen Schutzwesten und modernsten Dienstwaffen“, erläuterte Eck. „Zudem setzen wir uns beim Bund für eine Verschärfung des Strafrechts beim Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.“

Außerdem wird der Freistaat auch in den kommenden Jahren kräftig in den weiteren Personalaufbau bei der Bayerischen Polizei investieren, kündigte der Innenstaatssekretär an. „Wir wollen von 2017 bis 2020 jedes Jahr zusätzlich 500 neue Stellen für die Bayerische Polizei schaffen, also insgesamt 2.000 neue Stellen.“ Damit könne der derzeit ohnehin schon höchste Personalstand bei der Bayerischen Polizei von 41.370 Stellen noch weiter ausgebaut werden. In den nächsten zehn Jahren seien mehr als 11.000 Neueinstellungen geplant. „Es gibt kein anderes Bundesland in Deutschland, das seine Polizei vergleichbar stärkt, wie der Freistaat die Bayerische Polizei“, sagte Eck.

Damit die Bayerische Polizei auch in Zukunft genug geeigneten Nachwuchs findet, hat die Bayerische Polizei im Februar dieses Jahres eine große Nachwuchswerbekampagne unter dem Motto ‚Mit Sicherheit Anders‘ gestartet. „Wir wollen möglichst viele junge Menschen von der Vielseitigkeit und den hervorragenden Perspektiven des Polizeiberufs überzeugen“, erklärte Eck. Alle Informationen zur neuen Werbekampagne sowie zu den Einstellungsvoraussetzungen, Bewerbungsverfahren, Ausbildungsinhalten und Karrieremöglichkeiten können unter www.mit-sicherheit-anders.de abgerufen werden.

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