Sofortige Beschaffung taktischer Hüllen für die ballistischen Schutzwesten

26. Oktober 2016 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Anforderungen an die Beamten des Wachdienstes steigen stetig. Durch ständig neue Aufgaben müssen die Beamtinnen und Beamten sowohl regelmäßig neue taktische Konzepte umsetzen als auch deutlich um-fangreichere Ausstattung mitführen.

Beispielsweise werden, beginnend in fünf ausgewählten Pilotbehörden, in Kürze Bodycams beschafft, die am Körper zu tragen sind – auch im Sommer – wenn außer dem Sommerhemd keine Oberbekleidung mitgeführt wird.
Aber auch das „Handfunkgerät“ (HRT) ist in den Sommermonaten nicht optimal am Körper zu positionieren und muss am Funktionsgürtel mitgeführt werden, obschon es in diesem Bereich Empfangsschwächen aufweist. Daneben befinden sich auch die Handfesseln, die Schusswaffe, das Reizstoffsprühgerät und andere wichtige Ausrüstungsgegenstände am Funktionsgürtel. Das führt nicht nur zu einer massiven Gewichtsbelastung, sondern schränkt auch den Sitzkomfort im Funkwagen erheblich ein.
Durch die Umrüstung der bestehenden Schutzwesten könnten diese über der Oberbekleidung getragen werden. Somit würde die Möglichkeit eröffnet werden, wichtige Führungs- und Einsatzmittel gesundheits- und funktionsgerecht am Oberkörper zu platzieren.
Trotz mehrfacher Forderungen der DPolG NRW wurden die taktischen Hüllen für die ballistischen Schutzwesten durch das Land NRW bisher nicht beschafft, obwohl diese

einen erhöhten Tragekomfort besitzen,
den immer größer werdenden Bedarf an Führungs- und Einsatzmitteln Platz bieten und daher taktisch und eigensicherungstechnische Vorteile bieten,
aufgrund von angebrachten Reflektoren die Eigensicherung bei Dunkelheit deutlich verbessern,
bei hohen Temperaturen, außerhalb der Einsatzwahrnehmung jederzeit abgelegt werden können,
und die Akzeptanz zum Tragen der Schutzweste deutlich erhöhen.

Der Hersteller der Schutzwesten hält für das in NRW vorhandene Modell der Schutzweste passende Überziehhüllen bereit; diese müssen nur angeschafft werden!
Die DPolG NRW fordert daher, umgehend mit der Umrüstung der bestehenden ballistischen Unterzieh-schutzwesten zu beginnen und diese alternativ zu adäquaten Überziehschutzwesten umzugestalten – genauso wie dies andere Bundesländer längst vollzogen haben! Dieser Prozess ist bis zum Ende des Frühlings abzuschließen, so dass die funktionsfähigen Überziehschutzwesten allen operativen Kräften, die Einsatztrupps und die operativen Kräfte der Direktion K eingeschlossen, der Polizei NRW bis zum Sommer zur Verfügung stehen. Durch optionale Hüllen für die Schutzwesten können diese den taktischen Gegebenheiten der jeweiligen Einsatzanlässe angepasst werden und sowohl unter als auch über der Kleidung getragen werden!

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