Runder Tisch „Gegen Gewalt beim Fußball“

25. Oktober 2016 | Themenbereich: Aktuell, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die Mitglieder des Runden Tisches „Gegen Gewalt beim Fußball“ sind zu ihrem zehnten Treffen zusammengekommen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche stand der tragische Tod des jungen FCM-Fans Hannes. Im Ergebnis der Zusammenkunft haben die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung verabschiedet. Darin untermauern sie gemeinsam ganz klar ihre Forderungen für Toleranz und gegen Gewalt im Sport.

Hintergrund:

Der Runde Tisch „Gegen Gewalt beim Fußball“ kam auf Initiative des Ministeriums für Inneres und Sport im Jahr 2012 erstmalig zusammen. Die Treffen der etwa 25 Teilnehmer finden zweimal jährlich statt. Mit dabei sind neben dem Innenministerium unter anderem das Sozialministerium, der Landessportbund, der Fußballverband, Fanprojekte des 1. FCM, des HFC und Germania Halberstadt sowie die Vereine FCM und HFC.

Die Erklärung im Wortlaut

Erklärung des Runden Tisches „Gegen Gewalt beim Fußball“ zum Tod von Hannes S.

Der Runde Tisch „Gegen Gewalt beim Fußball“ nimmt seine 10. Sitzung am 20. Oktober 2016 im Ministerium für Inneres und Sport zum Anlass, an die Fußballfans in Sachsen-Anhalt erneut den Appell zu richten, sich für Toleranz und gegen Gewalt im Fußball sowie im Sport insgesamt einzusetzen.

Der Tod eines jungen Menschen und Fans des 1. FC Magdeburg macht uns tief betroffen. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt der Familie von Hannes S. und seinen Freunden. Wir hoffen auf eine lückenlose Aufklärung der Geschehnisse um den tragischen Tod.

Der Runde Tisch begrüßt den Aufruf der Magdeburger Ultras zur Besonnenheit und die gezeigte Anteilnahme der Fanszene des Halleschen FC. In dieser schwierigen Situation besonnen zu reagieren, ist der richtige Weg und ein Schritt hin zu einer längst notwendigen Deeskalation.

Der Runde Tisch würdigt den verantwortungsvollen Umgang der Fans mit der aktuellen Situation und setzt sich für eine nachhaltige Verhaltensänderung zwischen den beiden großen sachsen-anhaltischen Fußballfanszenen ein. Die deutschlandweite Reaktion auf das entsetzliche Ereignis zeigt die große Betroffenheit unter allen Fußballfans Deutschlands und macht deutlich, dass ein grundsätzliches Umdenken in den Fanszenen notwendig ist. Diesen Prozess gilt es von allen Beteiligten im Fußballkontext zu unterstützen. Der tragische Tod von Hannes hat schmerzlich gezeigt, dass Gewalt nichts mit Fankultur zu tun hat.

Sport soll Menschen im fairen friedlichen Wettbewerb miteinander verbinden, ihnen freudvolle Gemeinschaftserlebnisse vermitteln und zur Toleranz in unserer Gesellschaft beitragen. Deshalb appellieren wir an die breite Öffentlichkeit, aber ganz besonders an die Fans, gemeinsam mit uns Sorge dafür zu tragen, dass die sportlichen Wettkämpfe in unserem Land Sporterlebnisse bleiben.

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