Experten der Gewerkschaft der Polizei beraten über problematische Lage der Bereitschaftspolizei

25. Oktober 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die problematische Lage der Bereitschaftspolizei erörtern rund 100 Experten der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf einem Fachsymposium am 2. und 3. November 2016 in Kassel. Die Veranstaltung unter dem Titel „Bereitschaftspolizei: Der Pfeiler im sicherheitspolitischen Gesamtgefüge“ wird die aktuellen Entwicklungen bei den Geschlossenen Einheiten in Ländern und Bund beleuchten. Weiterhin soll es um zukunftsfähige Technik und Ausstattung, gesundheitliche Fragestellungen sowie um den grundsätzlichen Stellenwert der Bereitschaftspolizei bei der Gewährung der inneren Sicherheit gehen.
Berge von Überstunden, hohe Krankenstände …
Jürgen Herdes, Vorsitzender des GdP-Bundesfachausschusses (BFA BePo) Bereitschaftspolizei, sieht die Geschlossenen Einheiten derzeit auf einem falschen Weg. Angesichts ständig steigender länderübergreifender Unterstützungseinsätze seien bundesweit geltende, einheitliche Standards zwingend erforderlich. „Wir haben inzwischen einen Flickenteppich von 17 Bereitschaftspolizeien. Jeder reformiert, optimiert und modifiziert seine BePo, strukturiert um, schafft Synergien und erfindet sich neu“, kritisierte er in einem Interview mit der Gewerkschaftszeitung „DEUTSCHE POLIZEI“ (Oktoberausgabe).

Stellenabbau, das Kürzen der Haushaltsmittel und immer neue Aufgaben mit immer weniger Personal stünden an der Tagesordnung. Die Folge seien Berge von Überstunden, hohe Krankenstände und Kollegen, die nur eingeschränkt dienstfähig seien oder über lange Zeit komplett ausfielen.

Als Gäste und Referenten der presseöffentlichen Veranstaltung werden der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow sowie sein für die Bereitschaftspolizei zuständige Vorstandskollege Clemens Murr den hessischen Innenminister Peter Beuth, den Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder, Wolfgang Lohmann, und Knut Lindenau, Vorsitzender des Unterausschusses Führung, Einsatz und Kriminalitätsbekämpfung (UA FEK) des Arbeitskreises II „Innere Sicherheit“ der Innenministerkonferenz, begrüßen.

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