Herrmann zutiefst betroffen vom Tod des SEK-Beamten nach Schusswechsel in Georgensgmünd

20. Oktober 2016 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ist zutiefst betroffen vom Tod des 32-jährigen Polizeibeamten nach dem gestrigen Schusswechsel mit einem 49-jährigen sogenannten ‚Reichsbürger‘ in Georgensgmünd. Der SEK-Beamte erlag heute in den frühen Morgenstunden in einem Krankenhaus in Nürnberg seinen schweren Schussverletzungen. „Dieses brutale Verbrechen macht uns alle fassungslos“, betonte Herrmann. „Das ist eine schwere Stunde für die Bayerische Polizei und ein schrecklicher Verlust. Wir werden alles daran setzen, damit der Täter seine gerechte Strafe erhält. Unser ganzes Mitgefühl, unsere große Anteilnahme und unsere volle Solidarität gelten seinen Eltern, seinen Angehörigen und seinen Kollegen. Die Bayerische Polizei wird bis zu seiner Beerdigung an allen Fahrzeugen Trauerflor tragen.“ Der 32-jährige SEK-Beamte ist der 65. durch Rechtsbrecher getötete Polizist der Bayerischen Polizei seit 1945.

Bei dem 49-jährigen ‚Reichsbürger‘ sollten dessen Jagd- und Sportwaffen wegen seiner Unzuverlässigkeit als Waffenbesitzer sichergestellt werden. Dieser hatte gestern bei der gerichtlich angeordneten Durchsuchungsaktion des Landratsamtes Roth sofort das Feuer auf die Polizisten eröffnet. Dabei wurden vier Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zunächst zum Teil schwer verletzt. Der Täter wurde leicht verletzt festgenommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Mordverdachts. Der Täter wird heute dem Haftrichter vorgeführt.

Wie Herrmann deutlich machte, hat es ein derart brutales Vorgehen der ‚Reichsbürger‘ gegen den Staat in Bayern bislang noch nicht gegeben. Der Innenminister kündigte an, die sogenannte ‚Reichsbürgerbewegung‘ jetzt noch intensiver durch Polizei, Verfassungsschutz und Sicherheitsbehörden zu überwachen. Dazu gehöre auch die sorgfältige Überprüfung, welche ‚Reichsbürger‘ Waffen besitzen. „Unser Ziel ist, allen Reichsbürgern, die legal eine Waffe besitzen, ihre Waffenerlaubnisse zu entziehen“, erklärte Herrmann. „Wer die deutsche Rechtsordnung ablehnt, der bietet keine Gewähr, ordnungsgemäß mit Waffen umzugehen.“

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