Aktionsplan zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen

19. Oktober 2016 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Kriminalität | Drucken

Innenminister Thomas Strobl hat einen Aktionsplan zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls angekündigt. Mit zusätzlichen konzentrierten und gezielten Maßnahmen der Fahndung und Prävention soll den in den Monaten ab Oktober regelmäßig zunehmenden Wohnungseinbrüchen begegnet werden.

„Wir sagen Einbrechern den Kampf an“, erklärt sagte Strobl. Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls ist ein absoluter Schwerpunkt der polizeilichen Präventions- und Ermittlungsarbeit in Baden-Württemberg. „Ein Einbruch bedeutet immer, dass jemand in die Privat- und Intimsphäre des Opfers eingedrungen ist. Das erschüttert die Menschen oft bis ins Mark“, so Strobl.

In den Monaten ab Oktober nehmen die Wohnungseinbrüche regelmäßig zu. „Da wollen wir mit konzentrierten und gezielten Maßnahmen der Fahndung und Prävention dagegenhalten“, erklärt der Innenminister. Dazu werde man in den kommenden Wochen – zusätzlich zu den maßgeschneiderten Konzepten der regionalen Polizeipräsidien – landesweit zusätzlichen Fahndungs- und Kontrolldruck aufbauen. Unterstützt werden die Polizeipräsidien bei den Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch zusätzliche Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz.
Wirkungsvolle Prävention, konsequente Strafverfolgung

„Wirkungsvolle Prävention, konsequente Strafverfolgung“, fasst Innenminister Strobl die Kernbestandteile des Intensivkonzepts zusammen. Auf Grundlage fortlaufender Auswertungen und Analysen der Einbruchslage entsenden die einzelnen Polizeipräsidien zielgerichtet Beamte in betroffene Regionen. „Das Ziel ist, die Fahndungs- und Einsatzkräfte zu bündeln, um noch schneller auf das Verhalten der Täter zu reagieren“, so der Innenminister. Die Maßnahmenpalette umfasst neben verstärkten Verkehrswegefahndungen auf Bundesautobahnen unter anderem auch lageorientierte Schwerpunktkontrollaktionen.

Begleitet wird die verstärkte polizeiliche Präsenz von einer zielgenauen Präventionsarbeit sowie offensiver Öffentlichkeitsarbeit. „Wir nehmen den Einbruchdiebstahl sehr ernst. Wir tun alles, was möglich ist, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und um sie vor Wohnungseinbrechern zu schützen“, so Innenminister Strobl.

Baden-Württemberg hat mit Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz eine Kooperation zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls geschlossen – schließlich macht diese Kriminalität an den Landesgrenzen nicht halt. Eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ziel, die Zusammenarbeit der Polizeien Georgiens und Baden-Württembergs zu intensivieren, war auch Ergebnis eines Gesprächs von Innenminister Thomas Strobl mit seinem georgischen Amtskollegen Giorgi Mghebrishvili: „Es geht darum, nicht nur den Täter am Tatort, sondern auch die Täter hinter dem Täter zu verfolgen. Wir müssen die bandenmäßigen Strukturen aufbrechen.“ Mit zusätzlichen Stellen bei der Polizei sorgen wir zudem für eine stärkere Polizeipräsenz.
Bevölkerung für Einbruchsprävention sensibilisieren

Auch in diesem Jahr wird der Tag der Winterzeitumstellung dazu genutzt, die Bevölkerung unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ noch intensiver für eine wirksame Einbruchsprävention zu sensibilisieren. Bei verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen am „Tag des Einbruchschutzes“ informiert die Polizei beispielsweise produktneutral und kostenlos über Möglichkeiten, sich mittels mechanischer Sicherungstechnik effektiv vor Einbrechern zu schützen.

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