Innenstaatssekretärin übergibt 52 Katastrophenschutz-Fahrzeuge auf dem Kieler Rathausplatz

11. Oktober 2016 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

Der Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein wird weiter gestärkt. Innenstaatssekretärin Manuela Söller-Winkler übergab auf dem Rathausplatz in Kiel 52 neue Spezialfahrzeuge an Vertreterinnen und Vertreter von elf Kreisen und vier kreisfreien Städten.

„“Der Katastrophenschutz in Schleswig-Holstein ist für die Landesregierung ein unverzichtbarer Teil staatlicher Daseinsvorsorge““, sagte Söller-Winkler. Unfälle mit gefährlichen Stoffen in Betrieben oder Kernkraftwerken, während des Transports auf der Straße und Schiene, Stürme oder heftige Schneefälle und nicht zuletzt Sturmfluten und Hochwasser könnten rasch und unvorhergesehen von lokalen Ereignissen zu weitreichenden Kataststrophen werden. Darauf müssten die Behörden vorbereitet sein.

Die neuen Fahrzeuge sind ein wichtiger Beitrag, um die Leistungsfähigkeit des Katastrophenschutzes weiter zu verbessern. „“Doch was wären Konzepte und technische Ausstattung ohne die zahlreichen Freiwilligen, die sich ehrenamtlich, gut ausgebildet und hoch motiviert den schwierigen Herausforderungen im Falle von Katastrophen- und Großschadenslagen stellen?““, so die Staatssekretärin. Frau Söller-Winkler dankte den hauptamtlichen Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Katastrophenschutz für ihr seit Jahren zuverlässiges und kompetentes Engagement.

Der neue Fuhrpark und die zugehörige Ausstattung wurden vom Bund, im Wesentlichen aber aus Mitteln der Kreise und kreisfreien Städte sowie des Landes beschafft und haben einen Wert von rund 5 Millionen Euro. Sie werden im ganzen Land, von Flensburg bis zum Herzogtum Lauenburg und von Dithmarschen bis nach Ostholstein, stationiert.

Die Fahrzeuge verstärken künftig den Sanitätsdienst mit Notfallkrankentransport-wagen, Gerätewagen und Mehrzweckfahrzeugen. Die Logistik- und Betreuungs-einheiten werden zukünftig ihre Kolleginnen und Kollegen noch besser mit neuen Gerätewagen, einem Feldkochherd, einem Kühlanhänger, sowie einer Netzersatzanlage versorgen können. Der ABC-Dienst erhält einen Reaktor-Erkundungskraftwagen, der von den Kraftwerksbetreibern E.ON und Vattenfall finanziert wird.

„“Menschen können sich nicht vor allen denkbaren Katastrophen selbst schützen. Sie benötigen Hilfe, Rettung und Unterstützung, wenn sie die Situation nicht selbst bewältigen können““, sagte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK). Bund und Länder würden daher eng und partnerschaftlich zusammenarbeiten, um im Bedarfsfall über ein gemeinsames und schlagkräftiges System zur Schadensbekämpfung zu verfügen. Der Bund unterstütze die Länder im Katastrophenschutz vor allem über die technische Ausstattung. „“Übergaben wie diese freuen mich deshalb sehr, weil sie vor allem die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unterstützen, auf die das Schutzsystem in Deutschland aufbaut.““

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