Junge Kommissare verstärken Brandenburger Polizei

30. September 2016 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Die Fachhochschule der Polizei in Oranienburg (FHPol) hat heute frisch ausgebildete Kommissarinnen und Kommissare für den gehobenen Polizeivollzugsdienst verabschiedet. 33 Absolventinnen und 57 Absolventen des Bachelor-Studiengangs erhielten zunächst ihre Zeugnisse und im Anschluss ihre Ernennungsurkunden. Die jungen Kommissarinnen und Kommissare verstärken ab sofort die Bereitschaftspolizei, das Landeskriminalamt, das Einsatz- und Lagezentrum oder eine der vier Polizeidirektionen im Land.

Staatssekretärin Katrin Lange gratulierte den Absolventinnen und Absolventen. Angesichts der Ausbildungsanforderungen könnten sie stolz sein auf ihre Leistungen. Zugleich betonte Lange. „Auf Sie kommt jetzt viel Arbeit zu, für die Sie an der Fachhochschule eine breite und fundierte Ausbildung erhalten haben. Die Erwartungen an die Polizei sind allgemein in den letzten Jahren gewachsen. Das hat auch mit der besorgniserregenden Veränderung der Sicherheitslage in ganz Europa zu tun. Andererseits bringen die Bürger ihrer Polizei unverändert ein sehr hohes Vertrauen entgegen – es gibt kaum einen zweiten Beruf, der ein so hohes Ansehen in der breiten Öffentlichkeit genießt wie der des Polizisten. Ihre Aufgabe wird es sein, dieses Vertrauen bestmöglich zu rechtfertigen. Aufgabe der Landesregierung ist es, Ihnen dafür die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Zeit des Personalabbaus bei der Polizei Brandenburg ist vorbei. In den kommenden Jahren geht es darum, die Zahl der Polizisten Schritt für Schritt wieder zu erhöhen. Der Doppelhaushalt 2017/2018 wird dafür die finanzpolitische Grundlage schaffen.“ Trotz aller Herausforderungen biete der Polizeiberuf viele Vorteile. So sei die Polizei einer der größten Arbeitgeber der Region, biete eine hohe Sicherheit und viele Chancen zur beruflichen Entwicklung.

Auch der Präsident der Fachhochschule Rainer Grieger stimmte die Kommissarinnen und Kommissare auf die bevorstehenden Aufgaben ein. „In Ihrem Studium haben Sie eine Vielzahl von Rechtsthemen bearbeitet und taktische Maßnahmen kennengelernt. Sie wurden befähigt, in Ihrem Beruf handlungssicher aufzutreten.“

Die Bachelorabsolventinnen und -absolventen hatten im Oktober 2013 ihr Studium an der FHPol aufgenommen. Mit der erfolgreichen Verteidigung ihrer Bachelorarbeit hatten sie in den vergangenen Tagen die letzte Hürde ihres dreijährigen Studiums bewältigt. Der Studiengang an der FHPol für den gehobenen Polizeivollzugsdienst wird seit 2007 angeboten. Das dreijährige Studium gliedert sich in 18 aufeinander abgestimmte Module und bereitet den Nachwuchs auf einen Einsatz im Wach- und Wechseldienst, in der Bereitschaftspolizei und die kriminalpolizeiliche Sachbearbeitung vor.

Ihre Ernennungsurkunden als Kommissarinnen und Kommissare erhielten heute auch 25 bisherige Beamte des mittleren Polizeivollzugsdienstes. Sie beendeten erfolgreich einen sechsmonatigen Lehrgang für den Aufstieg in den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Mit silbernen statt blauen Sternen auf den Schulterklappen kehren diese Polizisten nun in ihre bisherigen Dienststellen zurück. Zu den Aufsteigern gehörte auch ein Beamter der Polizei des Bundestages.

Brandenburg bildet seit 2011 wieder deutlich mehr Polizisten aus als zuvor. In diesem Jahr werden insgesamt 350 Anwärterinnen und Anwärter für die Ausbildung im mittleren oder das Studium im gehobenen Polizeivollzugsdienst eingestellt. Das ist der höchste Stand seit 1994.

Auch im kommenden Jahr wird die FHPol wieder insgesamt 350 Anwärter aufnehmen, wie in diesem Jahr gibt es dazu zwei Einstellungstermine im April und im Oktober. Der Bewerbungszeitraum für die Einstellung von Anwärtern im April 2017 läuft bereits. Die Bewerbungsfrist für eine Einstellung im Oktober 2017 startet am 1. November 2016.

 

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