Erfolgreicher Brückenschlag zwischen Wissenschaft und polizeilicher Praxis

28. September 2016 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Die alljährliche Verabschiedung der Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs „Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement“ der DHPol in der Stadthalle Hiltrup ist traditionell ein Anlass, um die Herausforderungen des polizeilichen Berufsfeldes zu reflektieren und zukünftige Herausforderungen zu skizzieren, die auf die neuen polizeilichen Führungskräften warten. Diese Aufgabe übernimmt in diesem Jahr der saarländische Innenminister, Klaus BOUILLON, der aktuell den Vorsitz in der Innenministerkonferenz innehat. „Wir brauchen in der heutigen Zeit polizeiliche Führungskräfte mit akademischer Bildung, die für die besonderen komplexen beruflichen Herausforderungen qualifiziert sind“ damit macht Minister BOUILLON deutlich, dass Wissenschaft und die berufliche Praxis polizeilicher Führungskräfte in enger Verbindung zueinander stehen.

Seit Beginn des Studiums vor zwei Jahren hat sich viel ereignet, was sich mittelbar und unmittelbar auf die Arbeit der zukünftigen polizeilichen Führungskräfte auswirken wird. Terroristische Anschläge und Amoktaten sind nur die bedrückendsten Ereignisse der jüngsten Vergangenheit. In einer Gesellschaft, in der die Halbwertszeit des Wissens sich immer mehr verkürzt, sind es Methodenkenntnisse und Problemlösungskompetenzen, die den zukünftigen Führungskräften helfen, die unterschiedlichsten Funktionen in den Polizeien der Länder und des Bundes zu übernehmen und sich immer wieder ganz neuen Herausforderungen erfolgreich zu stellen.

Das interdisziplinäre Studium bildet die Grundlage, um als Führungskraft auf die ganz unterschiedlichen und zum Teil völlig neuen Aufgabenstellungen zu reagieren und in zunehmend komplexen Situationen angemessen zu handeln. Minister BOUILLON und der Präsident der DHPol, Prof. Dr. Hans-Jürgen LANGE, sind sich einig, dass die akademische Ausbildung, der Masterstudiengang, die angemessene zukunftsorientierte Antwort auf eine herausfordernde und dynamische berufliche Realität ist.

Doch trotz der aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen sollen auch die Herausforderungen des zweijährigen Masterstudiums, die gerade erst hinter den Studierenden liegen, nach den Worten des Ministers nicht vergessen werden. Er würdigt in seiner Rede die Belastungen, denen sich nicht nur die Studierenden, sondern auch deren Familien gestellt haben. Doch am Ende des Studiums stehen nicht nur eine Masterurkunde, fundiertes Wissen und methodische Kompetenz, sondern auch ein tragfähiges Netzwerk, das die Absolventinnen und Absolventen in ihrem weiteren Berufsleben begleitet. Darauf verweist die Sprecherin der Studierenden, Stephanie CLAUß, Polizeibeamtin aus Baden-Württemberg.

Im Rahmen des Festaktes wurde auch der mit insgesamt 10.000 € dotierte Preis der DHPol verliehen. Der Preis teilt sich in einen Hauptpreis und zwei Preise für studentische Abschlussarbeiten auf. Prof. Dr. Matthias BÄCKER erhält 7.000 € für seine Habilitation zum Kriminalpräventionsrecht. Über je 1.500 € dürfen sich Anna OECHLE und Fabian SCHÖNEGGE freuen. Die Masterarbeiten der Preisträger beschäftigen sich zum einem mit dem Selbst- und Berufsverständnis von polizeilichen Präventionsbeamten an Berliner Schulen und zum anderen mit der Handhabung körperlicher Gewalt bei polizeilichen Einsatzkräften. Alle Arbeiten sind ein guter Beweis für den Brückenschlag der DHPol zwischen Wissenschaft und polizeilichem Berufsfeld, betont Präsident Prof. Dr. Hans-Jürgen LANGE in seiner Abschlussrede.

Der Dialog zwischen Berufspraxis und Wissenschaft ist essenziell für die Weiterentwicklung der Hochschule. Das betrifft, so Prof. Dr. LANGE, alle Aufgabenbereiche der Hochschule, Studium, Fortbildung und auch in besonderem Maße die interdisziplinäre Forschung. Wie können z.B. die Grundwerte einer Bürgerpolizei und ein hohes Sicherheitsbedürfnis – wie es in jüngster Zeit durch Amoklagen und terroristische Anschläge – in der Bevölkerung gewachsen ist – in Einklang gebracht werden?

In diesen verstärkten Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis passt die Gründung des Alumni-Netzwerks ganz besonders gut. Die Absolventinnen und Absolventen wollen mit diesem Netzwerk den Dialog zwischen Berufspraxis und Wissenschaft, zwischen Hochschule und Absolventinnen und Absolventen institutionalisieren. Inhaltliche Anknüpfungspunkte gibt es, so Prof. LANGE, mehr als genug.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.