Schüler-Filme schärfen Bewusstsein für Gefahr durch Smartphones am Steuer

22. September 2016 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Weil Jonas während der Fahrt eine Nachricht tippt, endet seine Fahrt am Baum. So wie der Protagonist eines Kurzfilms, den die Oberstufe der Gesamtschule Mittelkreis im Kreis Kleve gedreht hat, unterschätzen viele die Gefahr durch den Blick aufs Smartphone am Steuer. „Keine WhatsApp-Nachricht, kein Anruf ist ein Menschenleben wert“, sagte Innenminister Ralf Jäger bei der Premiere: „Diese Botschaft bringen die beiden Filme eindringlich rüber.“
Im zweiten Film hat Anna einen schweren Unfall, weil sie am Lenkrad mit ihrer Mutter telefoniert. Die Zuschauer erleben den Schrecken gemeinsam mit ihr, wie sie um das Leben der Tochter bangt. „Die Filme setzen sich authentisch mit der Opferperspektive auseinander und gehen unter die Haut“, lobte Jäger. Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler bei den Dreharbeiten von der Kreispolizei Kleve und der Feuerwehr Goch. Die Drehbücher haben sie selbst geschrieben.
Für die Opfer schwerer Verkehrsunfälle und ihre Angehörigen und Freunde ist danach nichts mehr, wie es einmal war. „Genau dafür schaffen die Filme auf bewegende Weise ein Bewusstsein. Sie sind deshalb wichtige Beiträge zur Verkehrsunfallprävention“, betonte der Minister.
Mehr als 65.000 Handy-Sünder erwischte die NRW-Polizei im ersten Halbjahr 2016. Das sind 20 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. In 110 dieser Fälle führte die Nutzung von Smartphones zum Unfall.

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