Section Control einführen – Verkehrssicherheit langfristig erhöhen

15. September 2016 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Verkehr | Drucken

„Einmal kurz zu schnell gefahren, schon geblitzt. Das empfinden viele Kraftfahrer als unfair“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher. Die „Section Control“, auch Abschnittskontrolle genannt, funktioniert anders. Bei diesem Messverfahren wird nämlich nicht die Geschwindigkeit an einem bestimmten Punkt gemessen, sondern die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Fahrzeugs über eine längere Strecke berechnet. Bußgelder und Fahrverbote drohen also erst bei langfristigen Geschwindigkeitsüberschreitungen.

Gleichzeitig kann das Verfahren an Orten angewendet werden, wo es häufig zu Geschwindigkeitsunfällen kommt, die bisherige Messtechnik aber nur schwer eingesetzt werden kann, zum Beispiel in Tunneln oder kurvenreichen Strecken.
„Section Control“ hat sich bereits in den Niederlanden, Österreich, Belgien und Großbritannien bestens bewährt und wird dort von der Bevölkerung auch akzeptiert.

„Eine solche Überwachungsmethode wird die Verkehrssicherheit wesentlich sinnvoller und nachhaltiger erhöhen, als ein bundesweiter personalintensiver Blitzermarathon“, so Schumacher abschließend.

 

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