Rettungsdienst in Baden-Württemberg weiter ausgebaut

7. September 2016 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Im Jahr 2015 wurden die rettungsdienstlichen Versorgungsstrukturen in Baden-Württemberg weiter ausgebaut. Schwerpunkte bei den Neubauten der Rettungs- und Notarztwachen sind die DRK-Rettungswachen Baden-Baden, Pforzheim und Tauberbischofsheim sowie die ASB-Rettungswache in Pforzheim. Dafür hat das Innenministerium rund 2,1 Millionen Euro Landesförderung bereitgestellt.

Wie das Innenministerium am Donnerstag, 1. September 2016, weiter mitteilte, wurden 20 Rettungswagen (RTW) und Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) zusätzlich in Betrieb genommen. Insgesamt wurden auch die Zeiten, in denen Rettungswagen und Notärzte einsatzbereit zur Verfügung stehen, aufgestockt: von 1.217.921 auf 1.306.882 Stunden beim Notarzt und von 2.702.951 auf 2.847.692 Stunden bei den Rettungswagen. Das Sicherheitsnetz wurde so noch enger und leistungsfähiger. Dafür gilt den Verantwortlichen in den Hilfsorganisationen und den Krankenkassen Dank.

Diese Verbesserungen haben sich laut Innenministerium jedoch leider nicht ebenso positiv auf die Hilfsfristen ausgewirkt. Der Grund dafür sind die im Jahr 2015 erneut enorm gestiegenen Einsatzzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Rettungswageneinsätze um 7,8 Prozent (75.000 Einsätze) und bei den Notärzten sogar um 10,8 Prozent (27.600 Einsätze) gestiegen. Deshalb wird das Innenministerium die für die Rettungsdienstplanung zuständigen Bereichsausschüsse in den Stadt- und Landkreisen auffordern, die jeweilige Situation zu analysieren und weitere notwendige Schritte hin zu einem effizienten Rettungsdienst einzuleiten.
Auf Landesebene wird das Innenministerium im zuständigen Landesausschuss für den Rettungsdienst und seinen zugehörigen Gremien diese Fragenstellungen ebenfalls beleuchten und – wo notwendig – Grundsatzentscheidungen treffen.

Mögliche Ursachen für die gestiegenen Einsatzzahlen sind beispielsweise die zunehmende Zahl von so genannten Sekundärtransporten schwerkranker Personen zwischen Krankenhäusern. Dies resultiert nicht zuletzt aus der Spezialisierungstendenz im Krankenhaussektor. Auch die häufig aus Unkenntnis über die Versorgungsmöglichkeiten festzustellende unzureichende Nutzung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes scheint ebenso wie der demographische Wandel Ursache zu sein.

Dem Innenministerium ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger im Land darauf vertrauen können, dass ihnen im Notfall schnellstmöglich geholfen wird. Nur in enger, gemeinsamer Abstimmung aller Partner in der rettungsdienstlichen Versorgung kann es gelingen, den Rettungsdienst zukunftssicher zu gestalten.

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