Taschendiebe nutzen Unachtsamkeit skrupellos aus

29. August 2016 | Themenbereich: Kriminalität, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Täter sind meist bandenmäßig organisiert und gehen arbeitsteilig vor. In scheinbar beiläufigen Situationen lenkt einer das Opfer ab. „Indem sie einen anrempeln oder nach der Uhrzeit oder dem Weg fragen, verschaffen sie sich Möglichkeiten zur Tat“, erläutert Innenminister Ralf Jäger. Ein Mittäter nutzt so einen kurzen Augenblick der Unachtsamkeit aus und entwendet dann unbemerkt Geldbörse oder Handy. Mit der Beute verschwinden die Taschendiebe meist, bevor das Opfer überhaupt merkt, dass etwas fehlt.

Die NRW-Polizei klärt die Menschen bei der Aktionswoche „Augen auf und Tasche zu!“ über Taschendiebstahl auf. Die Prävention steht im Mittelpunkt der einwöchigen Kampagne: „Jeder kann etwas dagegen tun, selbst zum Opfer zu werden“, warb Jäger für mehr Achtsamkeit. Experten der Polizei geben Verhaltens-Tipps. „Sie erklären, mit welchen Tricks die Täter arbeiten. Und wie der beste Schutz dagegen aussieht“, sagte der Minister.

Neben der Prävention setzt die NRW-Polizei vor allem auf mehr Präsenz uniformierter Polizistinnen und Polizisten im öffentlichen Raum. Auch zivile Ermittler sind verstärkt gegen die Langfinger im Einsatz. Im ersten Halbjahr 2016 registrierte die NRW-Polizei 29.056 Fälle von Taschendiebstahl, 0,4 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2015. Im gesamten letzten Jahr waren es 54.604 Fälle. 60 Prozent der in diesen Fällen ermittelten Tatverdächtigen stammten aus Rumänien, Bulgarien, Bosnien-Herzegowina, Marokko oder Algerien.

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