GdP fordert bessere finanzielle Entschädigung für Einsatzhundertschaften und Spezialeinheiten

25. August 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Wegen der verschärften Sicherheitslage fordert die GdP eine Zulage von 100 Euro für Beamte in den Einsatzhundertschaften und die Anhebung der Zulage bei den Spezialeinheiten auf mindestens 300 Euro. Weil immer mehr Beamte gleichzeitig an verschiedenen Orten eingesetzt werden, werden in den Hundertschaften nicht nur die wenigen arbeitsfreien Wochenenden in Serie gestrichen, sondern das Innenministerium ruft die dort eingesetzten Beamten zunehmend auch nachts aus den Betten. Auch für die Beamten in den Spezialeinheiten hat die Belastung deutlich zugenommen.
Zwar bekommen Beamte in den meisten Spezialeinheiten für ihre Tätigkeit bereits eine Zulage von 153 Euro im Monat. Die reicht aber noch nicht einmal aus, um die von den Versicherungen aufgrund der Tätigkeit erhobenen Risikoaufschläge aufzufangen. Plickert: „Wer sich Gefahr für Leib und Leben aussetzt, soll dafür nicht auch noch draufzahlen. Eine Zulage von mindestens 300 Euro für die Beamten in Spezialeinheiten ist auch im Vergleich zu anderen Bundesländern angemessen.“

Für die Polizistinnen und Polizisten in den Einsatzhundertschaften, die bislang keine Zulage erhalten, bedeuten die seit Monaten andauernden zusätzlichen und oft kurzfristigen Einsätze auch eine massive Einschränkung ihres Privatlebens. „Kein Wochenende ist mehr planbar, ständig werden Einsatzort und Einsatzzeit verändert. Das grenzt mittlerweile an soziale Verarmung“, so Plickert, der auch betont, dass die hohe Flexibilität auch zu höheren Kosten bei den Beamten führt. Plickert: „Mit einer Zulage von 100 Euro pro Monat für die überwiegend betroffenen jungen Polizistinnen und Polizisten kann man die hohe Flexibilität und Belastung wenigstens anerkennen.“

Aus Sicht der GdP ist eine Überprüfung der Zulagen bei der Polizei insgesamt erforderlich, da diese teilweise seit über 15 Jahren eingefroren und deshalb nicht mehr angemessen sind. Plickert: “Wir rechnen aber nicht damit, dass der Politik das vor der Landtagswahl noch gelingt. Deshalb ist es in der aktuellen Situation richtig, die Zulagen für die Bereitschaftspolizei und SEK vorzuziehen.“

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