Polizeibeauftragte im Gespräch mit dem BDK

23. August 2016 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Schleswig-Holstein | Drucken

Die designierte Polizeibeauftragte des Landes Schleswig-Holsteins, Samiah El Samadoni, empfing bereits vor der Sommerpause den Landesvorsitzenden des BDK, Stephan Nietz, sowie die stellvertretende Kassenwartin, Tanja Dittjen, in Ihren Büroräumen im Karolinenweg 1 in Kiel.

Die designierte Polizeibeauftragte Frau Samiah El Samadoni und der Landesvorsitzende Stephan Nietz

Ziel des Treffens mit Frau El Samadoni war ein persönliches Kennenlernen und ein Austausch über ihre zukünftige Aufgabenerweiterung. Sie legte ihre Vorstellung von der Wahrnehmung der neu geschaffenen Funktion dar. Demnach sehe sie sich als Ansprechpartnerin für die Bevölkerung und gleichermaßen als Ansprechpartnerin für die Polizeibediensteten mit persönlichen Anliegen. Ihr Vorbild seien die Ombudsmänner und -frauen (unparteiische Schiedsperson) in Skandinavien. Ziel der Arbeit der Beauftragten sei es, entsprechend dieser Funktion und der Formulierungen im Gesetz auf eine einvernehmliche Erledigung der Angelegenheiten hinzuwirken.

Besondere Bedeutung habe für sie die jeweilige Sicht der Betroffenen, ohne dass man dabei die Belange der Gesamtorganisation aus den Augen verlieren dürfe. Auftretende Konflikte können im Idealfall durch Mediation bereinigt werden, auch wenn das sicher nicht immer möglich sein werde.

Unter Anspielung auf die seinerzeit ablehnende Stellungnahme des BDK zur Einrichtung der Funktion einer Polizeibeauftragten räumte sie ein, dass der in der Gesetzesbegründung verwendete Begriff des „Whistleblowing“ auch aus ihrer Sicht unglücklich gewählt worden sei.

Stephan Nietz sagte: „Es kann in der Tat nicht sein, ein Denunziantentum zu fördern!“

Er befürwortete eine Aufarbeitung auftretender Problemstellungen mit konstruktiven Lösungsvorschlägen, auch in Richtung der politisch Verantwortlichen. Hierbei sah der BDK Landesvorsitzende auch eine Chance für eine entsprechende Reputation, wenn sich Frau El Samadoni in den jeweiligen Angelegenheiten intensiv über die tatsächliche Situation schlau macht und beraten lässt.

Für das Angebot des BDK, ihr bei speziellen Fragestellungen praxisnahe Informationen zu vermitteln, bedankte sie sich ausdrücklich.

Beide Seiten vereinbarten, den begonnenen Dialog fortzusetzen.

Berichterstattung: Tanja Dittjen

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