NRW-Kampfmittelräumer entschärften 2015 über 1.000 Bomben

22. August 2016 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Nordrhein Westfalen | Drucken

NRW-Kampfmittelräumer haben im vergangenen Jahr 1098 Bomben entschärft, darunter auch Brand- und Splitterbomben. 309 Sprengkörper hatten ein Gewicht von 50 Kilogramm und mehr. „Noch immer liegen tausende Bomben unentdeckt im Boden“, betonte Innenminister Ralf Jäger. „Das zeigt, wie wichtig der Kampfmittelbeseitigungsdienst auch in der Zukunft sein wird.“

Die Experten der NRW-Bezirksregierungen Düsseldorf und Arnsberg arbeiten immer stärker präventiv. Sie beraten Kommunen und Bauherren und überprüfen auf Antrag der örtlichen Ordnungsbehörden anhand alter Luftbildaufnahmen der Alliierten, ob sich ggf. Munition oder „Blindgänger“ im Boden befinden. Wird eine nicht detonierte Bombe vermutet, überprüfen die Experten den Baugrund vor Ort mit technischen Verfahren der Geophysik.

Zehn Prozent mehr Anfragen hat es im vergangenen Jahr an die Kampfmittelbeseitigungsdienste gegeben. Insgesamt waren es 22.374. In 1.822 Fällen wurden Granaten, Bomben oder andere Sprengmittel zufällig entdeckt. „Bei verdächtigen Gegenständen muss das Ordnungsamt oder die Polizei sofort informiert werden, egal wie harmlos das gefundene Teil auch erscheinen mag“, warnte der Innenminister.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst räumte insgesamt 9.646 Kampfmittel. Darunter waren 5.217 Granaten, 814 Handgranaten, 119 Minen und 2.398 andere Sprengmittel. Acht Bomben mussten vor Ort wegen ihres Zünderzustands oder besonders kritischer Langzeitzünder gesprengt werden. Vor Ort wurden 546 Kampfmittel gesprengt.

„Die Arbeit ist gefährlich. Jeder Fehler kann der letzte sein. Es braucht keine Abenteurer und Helden, sondern technisch versierte Spezialisten mit kühlem Kopf. Dafür, dass sie täglich ihr Leben für unsere Sicherheit riskieren, gebührt ihnen unser Respekt und Dank“, sagte Jäger.

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