Ferien im Outdoor-Camp der Polizei für Kinder aus sozial benachteiligten Familien

22. August 2016 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Polizei | Drucken

Noch bis morgen verbringen 61 Kinder und Jugendliche eine Ferienwoche im „Outdoor-Camp“ der Polizei in der Landesfeuerwehrschule in Malchow.

Der Aufenthalt für die Kinder aus sozial benachteiligten Familien ist kostenlos. Für die Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern ist das jährliche einwöchige Camp Teil ihrer Präventionsarbeit, mit der sie Kindern aus sozial benachteiligten Familien ihre Arbeit näherbringen wollen, aber ihnen vor allem erlebnisreiche Ferientage ermöglichen. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützte die Durchführung des diesjährigen 22. Camps mit 8.900 EUR, weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder.

Innenminister Lorenz Caffier besuchte heute Kinder und Betreuer in Malchow und sah sich gemeinsam mit ihnen eine Vorführung der Diensthunde der Polizei an und ein Training von Spezialkräften der Polizei. „Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welchem Engagement und Fingerspitzengefühl unsere Polizistinnen und Polizisten hier mit den Kindern und Jugendlichen umgehen, die nicht selten selbst Zeugen von Gewalt oder Opfer von Straftaten wurden. Doch trotz aller ernsthaften Themen, die hier besprochen werden, stehen Ferienspaß und Erholung im Mittelpunkt“, so der Minister.

Das Outdoor-Camp ist für Kinder, die z.B. in Großfamilien oder Kinderheimen aufwachsen bzw. deren Eltern finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Ferienfahrt oder die Mitgliedschaft in Sportvereinen zu ermöglichen. Auch Kinder, die Opfer von Straftaten geworden sind, werden durch die Fachkräfte der örtlich zuständigen Jugendämter bzw. Präventionssachbearbeiter der Kommunen ausgewählt.

In diesem Jahr kümmerten sich rund um die Uhr 23 Betreuer aus verschiedenen Dienststellen der Landespolizei um die Kinder. Sie waren vertrauensvolle Ansprechpartner und sorgten dafür, dass sich die Kinder schnell in die Gruppe integrierten. In vielen Einzel- und Gruppengesprächen mit den Betreuern wurden Themen wie Gewalt an Schulen oder Straftaten wie z.B. Diebstähle diskutiert. Zu den typischen Ferienerlebnissen gehörten der Besuch des Erdbeerhofes in Rövershagen, des Piraten-Open-Airs in Grevesmühlen und der Sommerrodelbahn in Bad-Doberan.

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