Gefährlicher Gegenstand in der JVA Dresden gefunden

12. August 2016 | Themenbereich: Sachsen, Strafvollzug | Drucken

Ein seit gestern Vormittag in der JVA Dresden vermisstes Messer konnte am heutigen Mittag gefunden werden. Es handelte sich dabei um ein Messer, mit einer 14 cm langen Klinge, welches in der anstaltseigenen Fleischerei zum Zerlegen von Fleisch benutzt wird. Dieser Betrieb beschäftigt zwei angestellte Fleischer und drei ausgewählte Gefangene, die in erster Linie Fleisch- und Wurstwaren für die Justizvollzugsanstalten in Sachsen herstellen.

Der Verlust des Messers wurde am Vormittag des gestrigen Tages durch einen Bediensteten der Fleischerei gemeldet. Daraufhin wurden die Gefangenen in der Anstalt unverzüglich, gegen 11.00 Uhr, unter Verschluss gebracht. Alle in den Arbeitsbetrieben der Anstalt befindlichen Gefangenen wurden kontrolliert und auf ihre Hafträume verbracht. Sämtliche anwesenden Mitarbeiter haben zunächst in den Arbeitsbetrieben und anschließend in den Hafthäusern, ebenso wie in den Außenbereichen, Fahrzeugen und auf den Dächern der Gebäude nach dem Gegenstand gesucht. Dabei waren 187 Bedienstete aus allen Bereichen der Anstalt an der Durchsuchung beteiligt, die bis in die Abendstunden intensiv nach dem Messer gesucht haben. Unterstützt wurden sie von den Spezialisten der Sicherheitsgruppe Justizvollzug. Bei den Kontrollen und Durchsuchungen gab es keine sicherheitsrelevanten Vorkommnisse.

Die Verpflegung und medizinische Versorgung der Gefangenen war während des gesamten Einsatzes sichergestellt. Auch Gerichtsausfahrten wurden durchgeführt. Die Besuchsmöglichkeiten wurden vorübergehend eingestellt, um die Bewegungen in der Anstalt so weit wie möglich zu reduzieren.

Da das Messer am gestrigen Abend nicht gefunden werden konnte, wurden die Durchsuchungen am Morgen wieder aufgenommen. Bei der Kontrolle der bereits gepressten Küchenabfälle wurde das Messer am heutigen Tag gegen 11.45 Uhr durch einen Bediensteten entdeckt. Gegen 12.15 Uhr wurde der Normalbetrieb der Anstalt wieder aufgenommen. Bis dahin waren die Gefangenen in ihren Hafträumen unter Verschluss.

Die amtierende Anstaltsleiterin Rebecca Stange: „Ich bin sehr froh darüber, dass das Messer wieder gefunden wurde. Das ist vor allem dem umsichtigen und engagierten Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Anstalt zu verdanken, die damit einen maßgeblichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Sicherheit und Ordnung geleistet haben.“

In den sächsischen Justizvollzugsanstalten existieren Maßnahmenpläne für entsprechende Situationen, die vorgeben, wie in verschiedenen Problemlagen zu reagieren ist und welche Maßnahmen einzuleiten sind. Die Justizvollzugsanstalt Dresden ist aktuell mit 754 Gefangenen belegt.

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