Sachsen investiert in Verkehrssicherheit für Kinder

8. August 2016 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

Am Montag beginnt das neue Schuljahr in Sachsen. Damit wird auch der Berufsverkehr wieder erheblich zunehmen. Insbesondere Erstklässler sind in ihrem neuen Lebensabschnitt besonderen Gefahren ausgesetzt. Sachsen investiert mit verschiedenen Programmen und Kampagnen weiter in die Verkehrssicherheit der Kinder.

Innenminister Markus Ulbig: „Kinder können gefährliche Situationen oft nur sehr schwer einschätzen. Sie verdienen unseren besonderen Schutz. Zum Beginn des neuen Schuljahres ist deshalb Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer das Gebot der Stunde.“

Laut Verkehrsunfallstatistik stieg die Zahl der bei Verkehrsunfällen in Sachsen getöteten Kinder im Vorjahr auf fünf (2014: 2). Insgesamt verunglückten 1.312 Kinder (2014: 1.308). Die meisten als Mitfahrer im Auto (507), als Radfahrer (365) oder als Fußgänger (351).

Gemeinsam mit dem Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes
e. V. startet die sächsische Polizei ab Montag die Sicherheitskampagne „Die Schule hat begonnen!“. Sie richtet sich in besonderem Maß an die Autofahrer. Für sie gilt der Grundsatz: „Runter vom Gas und jederzeit bremsbereit sein. Besondere Vorsicht im Bereich von Schulen und Bushaltestellen sowie in den Wohngebieten.“
Innenminister Markus Ulbig wird am 11. August die Kampagne zusammen mit mehreren hundert Grundschülern auf dem Dresdner Theaterplatz vorstellen.

Neben Investitionen in die Schulwegsicherheit fördert das Innenministerium auch die vorschulische Verkehrserziehung. Dazu übergibt Innenminister Ulbig zusammen mit der Landesverkehrswacht Sachsen bereits am 10. August in Kodersdorf drei „Mobile Kindergartenverkehrsschulen“. Die Ausbildungsfahrzeuge gehen an die Gebietsverkehrswachten Leipziger Land, Mittleres Erzgebirge und Niederschlesische Oberlausitz. Sie sind mit Verkehrszeichen, Rollern und Spielgeräten ausgestattet. Damit soll bei Kindern im Vorschulalter möglichst praxisnah eine sichere und selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr unterstützt werden.

Innenminister Markus Ulbig: „Ich habe selbst vier Enkel und weiß, dass man mit der Verkehrserziehung nie früh genug anfangen kann.“

Sachsen fördert die drei Fahrzeuge mit rund 72.000 Euro. Im Freistaat gibt es damit inzwischen zwölf „Mobile Kindergartenverkehrsschulen“.

Pro Jahr erhält die Landesverkehrswacht Sachsen e.V. vom Innen-ministerium 160.000 Euro für ihre Verkehrssicherheitsarbeit.

Ein weiterer unverzichtbarer Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit ist die praktische Radfahrausbildung in den vierten Klassen der Grundschulen durch die sächsische Polizei. Die Ausbildung findet in den Jugendverkehrs-schulen statt und wird ebenfalls durch das Innenministerium gefördert.

Im Anschluss an die Herbstferien (17. bis 28. Oktober) läuft in Sachsen wieder die Aktion „Blitz für Kids“. Die jährlich stattfindende Kampagne soll Autofahrer zu Vorsicht und Rücksichtnahme bewegen.

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