Mehr Feuerwehrangehörige trotz demografischen Wandels

3. August 2016 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Die Zahl der Feuerwehrangehörigen ist trotz des demografischen Wandels nicht rückläufig. Im Jahr 2015 leisteten knapp 110.000 Feuerwehrfrauen und -männer aktiven Einsatzdienst in den Gemeindefeuerwehren für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Der ganz überwiegende Teil davon ist ausschließlich ehrenamtlich tätig. Dazu kommen über 6.000 Angehörige von Werkfeuerwehren.

„Das Ehrenamt bei der Feuerwehr kennt keine Altersgrenze. Von den Kinderabteilungen der Jugendfeuerwehren über die Einsatzabteilungen bis zu den Altersabteilungen ist Feuerwehr in jedem Alter attraktiv“, so der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Feuerwehrjahresstatistik 2015.
Dank und Anerkennung für aktiven Einsatzdienst

Strobl dankte den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern und sprach ihnen seine besondere Anerkennung aus. „Unsere 1.098 Gemeindefeuerwehren sind höchst leistungsfähig – das haben sie auch im Jahre 2015 eindrücklich unter Beweis gestellt.“ Die Feuerwehren konnten bei ihren Einsätzen insgesamt 9.272 (Vorjahr: 8.142) Personen retten und in Sicherheit bringen.
Knapp 110.000 Frauen und Männer in Gemeindefeuerwehren

Im Jahr 2015 leisteten insgesamt 109.964 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aktiven Einsatzdienst in den Gemeindefeuerwehren für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger (Vorjahr: 109.815). Der ganz überwiegende Teil davon ist ausschließlich ehrenamtlich tätig, nämlich 107.868 Frauen und Männer (Vorjahr: 107.755), die ihren Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren ausüben. Die Zahl der weiblichen Feuerwehrangehörigen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 Prozent auf 5.460 erhöht.

Die Feuerwehrangehörigen in den Einsatzabteilungen werden bei vielen Aufgaben von erfahrenen Mitgliedern aus den Altersabteilungen unterstützt. In den Altersabteilungen sind aktuell 31.406 Feuerwehrangehörige organisiert: Das sind 701 Feuerwehrangehörige mehr als 2014. Sie werden vor allem in den Bereichen Versorgung, Logistik, Kommunikation und Werkstattdienste eingesetzt. Die Aktion „65 plus – Senioren aktiv in unseren Feuerwehren“ zeigt Wirkung: Sie ermöglicht es, das ehrenamtliche Engagement über den 65. Geburtstag hinaus zu verlängern, damit Wissen und Erfahrung weitergegeben werden können.
Jugendfeuerwehr in fast jeder Gemeinde

In Baden-Württemberg sind 1.007 Jugendfeuerwehren aktiv. Damit gibt es in fast jeder Gemeinde eine Jugendfeuerwehr. Insgesamt sind in den Kinder- und Jugendgruppen in Baden-Württemberg 29.043 (Vorjahr: 28.388) Kinder und Jugendliche aktiv. Der Anteil der Mädchen ist um 7,5 Prozent auf nunmehr 4.623 erheblich gestiegen. Auch im Nachwuchsbereich belegen die Zahlen den positiven Trend. Die Übernahmen der Jugendlichen beim Erreichen der Altersgrenze in den aktiven Dienst garantieren den Fortbestand und die Leistungsfähigkeit der Einsatzabteilungen im gesamten Land.
Über 6.000 Werkfeuerwehrleute

Bei den 165 Werkfeuerwehren in Baden-Württemberg sind 6.134 Feuerwehrangehörige im Einsatz. Davon sind 1.105 Werkfeuerwehrleute hauptamtliche Kräfte. Der weitaus größere Teil ist in den Betrieben beispielsweise als Schlosser, Elektriker, Buchhalter oder Kraftfahrer angestellt und übernimmt im Einsatzfall zusätzlich Feuerwehraufgaben.
Mehr Einsätze und Alarmierungen

Die Zahl der Einsätze und Alarmierungen im Jahr 2015 ist mit 104.748 um fast elf Prozent höher als im Vorjahr mit 94.577. Diese Steigerung beruht auf leichten Erhöhungen der Einsatzzahlen in allen Einsatzbereichen. Eine einzelne Ursache oder gar ein Trend lassen sich daraus nicht ableiten.

Mit einem Anteil von 42,5 Prozent am Gesamteinsatzaufkommen stellt die Technische Hilfeleistung wie auch in den Vorjahren den Haupteinsatzbereich der Feuerwehren dar.

In den letzten Jahren gab es tendenziell immer weniger Großbrände. Dieser Trend hat sich im Jahr 2015 nicht fortgesetzt. Es waren 737 Großbrände zu bekämpfen, 88 mehr als im Vorjahr. Die Brandbekämpfung hat gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozent zugenommen; sie hat einen Anteil von 17,9 Prozent an den Einsätzen.

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