Auf dem richtigen Weg

3. August 2016 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen, Sachsen | Drucken

Innenminister Bouillon will angesichts der aktuellen Bedrohungslage die Polizei im Saarland verstärken.

Er sieht einen erhöhten Handlungsbedarf bei der Ausstattung, so sollen beispielsweise Schutzwesten, schwerere Bewaffnung und gepanzerte Spezialfahrzeuge beschafft werden. Außerdem sind personelle Aufstockungen angedacht. Hierzu will der Innenminister der Koalition Anfang September detaillierte Pläne vorlegen.

In die Ausbildung der Beamten will der Minister ebenfalls investieren, so soll in Göttelborn neben der Fachhochschule für Verwaltung ein neues Ausbildungszentrum entstehen.

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter Saarland begrüßt die Entscheidung des Innenministers zur Stärkung der saarländischen Landespolizei ausdrücklich!

Eine wirksame Bekämpfung des Terrorismus in seiner derzeitigen Ausprägung gelingt nur mit mehr, besser ausgestattetem und besser ausgebildetem Personal.

Die Bekämpfung terroristischer Anschläge ist eine Aufgabe, die ausschließlich durch gemeinschaftliche Anstrengungen seitens der Schutz- und Kriminalpolizei gelöst werden kann.

Um bereits im Vorfeld Anschläge zu verhindern und auch Strukturen des islamistischen Terrornetzwerkes aufzuhellen, bedarf es ausgebildeter Kriminalbeamter insbesondere bei der Staatsschutzabteilung, dem Dezernat Cybercrime, der Waffen und Sprengstoffdienstelle und dem Dezernat für Geldwäsche, um nur einige spezialistische Organisationseinheiten der Kriminalpolizei zu nennen.

Aus unserer Sicht ist es nach vorne hin nicht hinnehmbar, dass im Saarland, im Gegensatz zu anderen Bundesländern wie Hessen, Hamburg, Schleswig-Holstein aber auch dem BKA, an der Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes kein Studiengang zum Kriminalbeamten angeboten wird.

Der derzeit praktizierte Qualifizierungslehrgang zum Kriminalbeamten kann ein spartenspezifisches Studium nicht ersetzen und verlängert unnötigerweise die Ausbildung zum Kriminalbeamten!

Gerade jetzt ist kriminalistische Kompetenz erforderlich!

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter tritt deshalb für einen qualifizierten Studiengang zum Kriminalbeamten ein.

In der derzeitigen Lage darf es keine Denkverbote geben.

Wir werden die Pläne des Innenministeriums kritisch begleiten!

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.