Katwarn hat sich im Land gut etabliert und bewährt

28. Juli 2016 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz, Rheinland-Pfalz | Drucken

21 Kreise und kreisfreie Städte in Rheinland-Pfalz, die bereits das Katastrophenwarnsystem KATWARN nutzen, werden am Montag, 1. August, einen Probealarm auslösen, um das System zu testen. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich die Warn-App herunterzuladen. Am Montag kann man dann sozusagen live erleben, wie die App funktioniert. Kurz nach 9 Uhr werden am Montag die Probewarnungen auf die Smartphones und sonstigen Mobilfunkgeräte der Nutzer übertragen“, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz.

Das Besondere an diesem System sei, dass nur Menschen, die sich im gefährdeten Gebiet aufhielten oder diesen Ort ausgewählt hätten, diese Information auch bekämen. „Ich empfehle allen Bürgerinnen und Bürgern des Landes, die ein App-fähiges Gerät besitzen, sich KATWARN herunterzuladen. Dies gilt auch dann, wenn ihre eigene Kommune KATWARN nicht nutzt. Landeswarnungen wie z.B. bei Unfällen in Kernkraftwerken erhalten sie auf jeden Fall über dieses System“, erklärte der Minister.

KATWARN ist ein Warnsystem, das Informationen verschiedener Absender (z.B. Katastrophenschutzbehörden und Deutscher Wetterdienst) ortsgenau an mobile Endgeräte überträgt. Damit ergänzt KATWARN die vorhandenen Warnmöglichkeiten wie Sirenen, Lautsprecher oder Rundfunk und sonstige Medien. Außer Warnungen im Vorfeld können die Behörden auch nach einem Schadensereignis Verhaltenshinweise geben, das macht KATWARN gerade für lokale Ereignisse sehr wertvoll.

„Anfang des Jahres gab es in Rheinland-Pfalz zirka 120.000 Nutzerinnen und Nutzer. Mittlerweile haben sich etwa 197.000 Menschen die App heruntergeladen. „KATWARN hat sich in Rheinland-Pfalz gut etabliert und bewährt, gerade auch während der Starkregenereignisse im Mai und Juni. Das System wird zudem laufend fortentwickelt und wird in naher Zukunft noch besser sein“, so Minister Lewentz.

Probealarme seien wichtig, um technische Schwachpunkte unter Volllast zu erkennen. Eine 100-prozentige Fehlerfreiheit bei der Nutzung von Internettechnologien könne aber nicht garantiert werden.

„Das Katastrophenwarnsystem hat in der jüngsten Vergangenheit bei einer Vielzahl von Unwetterwarnungen seine Zuverlässigkeit gezeigt. Auch bei dem traurigen Ereignis in München am vergangenen Freitag wurde zur Warnung der Bevölkerung das KATWARN-System eingesetzt. Anders als teilweise dargestellt, gab es dabei keine Ausfälle bei der Übertragung der Warnmeldungen“, sagte Lewentz. Wegen der großen öffentlichen Wahrnehmung in ganz Deutschland habe das System nach der Amoktat innerhalb weniger Stunden etwa 500.000 Neuanmeldungen erfahren.

 

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