„Schulschwänzer“: Mit Blaulicht in die Schule?

20. Juli 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Mit großem Befremden reagierte heute die Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf Meldungen über Pläne des Bildungsministeriums M-V „Intensivschulschwänzer“ per Polizei zum Unterricht holen zu lassen. „Derartige Pläne würden nicht einmal im April als Aprilscherz durchgehen. „Dass wir personell auf dem Zahnfleisch gehen, sollte inzwischen auch Herrn Brotkorb zu Ohren gekommen sein. Anstatt aber wie von der SPD offiziell diskutiert, die Polizei zu entlasten, scheint das SPD geführte Bildungsministerium immer noch zusätzliche Aufgaben für die Polizei zu suchen“, so der GdP Landesvorsitzende Christian Schumacher.

Es steht für die GdP außer Frage, dass man frühzeitig bei Kindern reagieren muss, wenn diese auffälliges Verhalten, wie „Schulschwänzen“, Gewalttendenzen zeigen oder Bagatelldelikte begehen. Hier ist aber hochintensiv pädagogisch zu betreuen und die Vernetzung von Elternhaus, Schule, sozialen Einrichtungen und Jugendämtern zu verbessern. Die Polizei kann nicht die Lösung sein.
„Im Fokus müssen die Erziehung sowie die sozialpädagogische Betreuung und nicht polizeiliche Maßnahmen stehen“, so Schumacher abschließend.

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