Sachsen will Beratung gegen Extremismus stärken

20. Juli 2016 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

„Sachsen wird seine Beratungsangebote gegen Extremismus und für Demokratie weiter stärken“, das sagte Innenminister Markus Ulbig heute am Rande eines Bund-Länder-Treffens zum Thema „Demokratie Leben!“ in Berlin.

Der Freistaat unterhält seit Anfang 2015 ein Demokratie-Zentrum beim Landespräventionsrat. Hier werden die mobile Beratung, die Opferberatung sowie das Aussteigerprogramm Extremismus koordiniert. Darüber hinaus verknüpft das Zentrum die einzelnen Strategien der Landkreise und Städte, die Aktivitäten beim Landessportbund, der Feuerwehr und den Wohlfahrtsverbänden.
Unter dem Dach des Zentrums sind zudem fünf Beratungsträger auf Vereinsbasis tätig. Allein sie bearbeiteten im vergangenen Jahr 580 Anfragen.

Innenminister Ulbig: „Gerade während des hohen Flüchtlingszustroms im letzten Jahr hat sich die Präventions- und Aufklärungsarbeit bewährt. Dort, wo kurzfristig neue Aufnahmeeinrichtungen entstanden, waren auch unsere mobilen Beratungsteams vor Ort. Sie führten den Dialog mit den Bürgern, standen den Kommunen mit Rat und Tat zur Seite. An dieser Stelle knüpfen wir an und werden die Aktivitäten des sächsischen Demokratie-Zentrums weiter ausbauen.“

Dem Demokratie-Zentrum stehen für das Beratungsnetzwerk und die Landeskoordinierungsstelle im laufenden Jahr mehr als 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Die Summe setzt sich aus Bundes- (1/3) und Landesmitteln (2/3) zusammen.

Insgesamt verfügt der Freistaat für die Aufklärungs- und Beratungsarbeit zur Extremismusbekämpfung und Demokratiestärkung über Mittel in Höhe von 7 Millionen Euro pro Jahr (Bundes- und Landesprogramme).

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