Anschläge von Einzeltätern sind im Vorfeld schwer zu verhindern

15. Juli 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Mit Abscheu und Entsetzen hat der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf den mutmaßlichen Anschlag im französischen Nizza reagiert. Der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow sagte am Freitag in Berlin: „Der perfide Strategie, an jedem Ort mit jedem Mittel viele Menschen umzubringen, stehen wir alle fassungslos gegenüber. In dieser Stunde denken wir zuerst an die Opfer und ihre Angehörigen. Unsere Solidarität gilt auch dem von Terror- und Schicksalsschlägen heimgesuchten französischen Volk“.
Die deutschen Sicherheitsbehörden tun Malchow zufolge alles, um durch eine länderübergreifende Zusammenarbeit mögliche Anschlagspläne rechtzeitig zu erkennen und diese zu durchkreuzen.

Malchow: „Wenn es sich um Einzeltäter handelt, sind konkrete Vorermittlungen denkbar schwierig. In den meisten Fällen jedoch gibt es im Umfeld Personen, die in solche schrecklichen Vorhaben eingeweiht sind oder Kenntnis darüber bekommen haben. Deshalb sind die Sicherheitsbehörden auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen.“
Auch in Deutschland könne sich jederzeit ein solcher Anschlag ereignen. Malchow sagte, obwohl seine Kolleginnen und Kollegen alles Erdenkliche tun, um Anschlagsplanungen im Vorfeld zu erkennen und zu durchkreuzen, bleibe die Gefahr bestehen.