Qualifikation im öffentlichen Dienst darf nicht geschmälert werden

5. Juli 2016 | Themenbereich: FdP, Parteien | Drucken

Zur Debatte über die Einstellung von Migranten im öffentlichen Dienst erklärt der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende WOLFGANG KUBICKI:

„Der Vorschlag des Vorsitzenden des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, mittelfristig mehr Migranten im öffentlichen Dienst anzustellen, ist grundsätzlich richtig. Angesichts der Tatsache, dass in der Bundesrepublik mehr als 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben, wäre hier auch im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit des öffentlichen Dienstes eine angemessene Repräsentation angezeigt.

Wichtiger ist aber, dass der Wunsch nach einer größeren Repräsentation nicht dazu führt, dass die Anforderungen an die Qualifikation von Bewerbern gesenkt werden. Die unsägliche Debatte, die der Bundesinnenminister jüngst mit seiner Forderung nach Polizei-Hilfskräften angestoßen hat, zeigte noch einmal deutlich, dass das politische Interesse bisweilen groß ist, im Zweifel Abstriche bei der Ausbildung zu machen, nur um ein anderes politisches Ziel zu erreichen.“