Bayerns Innenminister ‚Grünes Licht‘ für Sicherheitswacht in Mering bei Augsburg

30. Juni 2016 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Immer mehr Gemeinden in Bayern führen eine Sicherheitswacht ein. Aktuell hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ‚Grünes Licht‘ für eine Sicherheitswacht in Mering bei Augsburg gegeben. Auf Antrag der Marktgemeinde sorgen dort künftig vier Sicherheitswachtangehörige für mehr Sicherheit. Erst vor kurzem ist die Gemeinde Ottobrunn bei München dazugekommen, die künftig auf eine zehnköpfige Sicherheitswacht setzen kann. Damit wächst die Zahl der Kommunen, in denen die Bayerische Sicherheitswacht für zusätzliche Sicherheit sorgt, auf bayernweit 128. Insgesamt sind dann rund 770 Bürgerinnen und Bürger in der Bayerischen Sicherheitswacht im Einsatz, vor allem auf der Straße, in den Fußgängerzonen und in Parks.

Nach den Plänen des bayerischen Innenministers können es bayernweit noch deutlich mehr Sicherheitswachten werden. Herrmann bietet allen Kommunen in Bayern an, die Einführung der Bayerischen Sicherheitswacht im Ort zu prüfen. „Mein Ziel ist, die Bayerische Sicherheitswacht in den kommenden Jahren deutlich auszubauen“, erklärte Herrmann. „Wenn sich Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl einsetzen wollen, gibt es mit der Bayerischen Sicherheitswacht eine ideale und seriöse Einrichtung. Unsere Polizeipräsidien stehen mit Rat und Tat zur Seite.“

Laut Herrmann hat sich die Bayerische Sicherheitswacht außerordentlich bewährt. Wie der Minister erläuterte, steigert sie durch sichtbare Präsenz ganz erheblich das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Außerdem helfe die Sicherheitswacht, durch den engen Kontakt zur Polizei Vandalismus und Ordnungsstörungen vorzubeugen. Erfahrene Polizistinnen und Polizisten der örtlichen Polizeidienststellen übernehmen die Aus- und Fortbildung der Sicherheitswachtmitglieder. Auch wird von der Polizei koordiniert, wann und wo die Sicherheitswacht auf Streife geht. „Die Kolleginnen und Kollegen der Sicherheitswacht sind dabei weder Hilfspolizei noch Bürgerwehr“, erläuterte Herrmann. „Vielmehr sollen sie bei verdächtigen Vorkommnissen sofort die Polizei informieren, die dann unverzüglich einschreitet.“ Selbst eingreifen sollen die Angehörigen der Sicherheitswacht nur im Ausnahmefall, beispielsweise um in Not geratenen Bürgerinnen und Bürgern zu helfen.

Die Bayerische Sicherheitswacht wurde im April 1994 ins Leben gerufen und nach einem erfolgreichen dreijährigen Pilotversuch 1997 dauerhaft eingerichtet. 2010 hat die Bayerische Staatsregierung beschlossen, die Bayerische Sicherheitswacht weiter zu stärken. Unter anderem wurden die gemeindlichen Sicherheitswachten in staatliche überführt und die Finanzierung komplett durch den Freistaat übernommen. Zudem können seitdem auch in Gemeinden unter 20.000 Einwohner staatliche Sicherheitswachten eingeführt werden.