Innensenator verdient Anerkennung

27. Juni 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Innensenator Andy Grote hat dem Finanzsenator jährlich 17-20 Millionen Euro zusätzlich abgerungen – das verdient Anerkennung. Insbesondere die Personalnot in der Hamburger Polizei machte ein aus Sicht der GdP längst überfälliges Handeln notwendig. Dazu Gerhard Kirsch, Landesvorsitzender der GdP: „Der Innensenator Andy Grote setzte ein wichtiges Signal, nun muss man Schritt für Schritt vorgehen, damit die Polizei Hamburg strategisch zukunftssicher aufgestellt werden kann.“
Dazu gehört in erster Linie, die Attraktivität des Polizeiberufes insbesondere für Bewerber deutlich zu steigern, wenn man im Konkurrenzkampf mit der freien Wirtschaft und anderen Bundesländern um geeignete Bewerber bestehen will.

Die angekündigten Verstärkungen müssen erst einmal generiert werden – an der aktuellen katastrophalen Personalsituation ändert es zunächst nichts.
Der Plan, 200 Vollzugskräfte aus der „Verwaltung“ in den Vollzug zu geben, suggeriert, dass dies vollkommen problemlos sei. Das ist falsch – denn auch diese betreffenden Kräfte sind vollkommen ausgelastet – und wie es der desaströse Versuch mit der 100-Mann-Liste des Vorgängers des jetzigen Senators gezeigt hat, nicht möglich.

Ob Erschwerniszulage, Beförderungsperspektiven, Ausrüstungsfragen – all das gehört aus Sicht der GdP zusammen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass wir uns wieder zu einer Polizei entwickeln – und dazu gehört, dass alle jungen Berufsanfänger, ihre Karriere zunächst „auf der Straße“ beginnen. Die Politik der Separierung der Hamburger Polizei in getrennte Sparten (Kriminalpolizei, Schutzpolizei) verbaut noch diese Chance.

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