„Rettungsgassen retten Leben“

22. Juni 2016 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

Bei einem Unfall zählt für Rettungskräfte jede Sekunde wenn es darum geht, Leben zu retten. Dafür müssen diese vor allem freie Fahrt haben, um schnell zum Unfallort zu gelangen. „Viel zu oft verhalten sich Verkehrsteilnehmer chaotisch und unsicher, wenn sie eine Rettungsgasse bilden sollen. Weil sich kaum jemand in Ruhe damit auseinandersetzt, was zu tun ist, wenn ein Rettungsfahrzeug naht. Im Ernstfall sind dann viele überfordert – obwohl es ja nicht kompliziert ist, sich richtig zu verhalten. Deshalb soll diese Aktion vor allem Aufmerksamkeit auf das Thema lenken, da das Leben jedes Verkehrsteilnehmers einmal von der Bildung einer Rettungsgasse abhängen kann,“ so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, der am (heutigen) Mittwoch die Verkehrssicherheitskampagne „Rettungsgasse“ an der Autobahnraststätte in Garbsen (A2) vorgestellt hat. „Vor allem bei Staus müssen die Retter schnell durchkommen, da können schon wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden“, sagte Pistorius.

Bei der Kampagne kooperieren das Innenministerium mit der Polizei Niedersachsen mit dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Landesverkehrswacht Niedersachsen e. V., dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt sowie der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V.. Sie startet offiziell morgen – mit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen und Bremen. „Danach kommen noch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, es wird also wieder viel los sein auf den Autobahnen“, so der Minister. Die Kampagne „Rettungsgasse“ soll Verkehrsteilnehmer sensibilisieren, schon bei einer Staubildung frühzeitig eine Rettungsgasse zu bilden – auch ohne Unfall vor Augen oder Rettungswagen im Rückspiegel. „Das klappt nicht so, wie es sollte, berichten Polizei, Feuerwehr und andere Retter immer wieder“, erklärte Pistorius.

Vor diesem Hintergrund fordert der Minister – wie für Geschwindigkeits- und Abstandsverstöße – deutlich höhere Bußgelder wie in anderen europäischen Ländern auch. Pistorius: „In Österreich sind zum Beispiel mehr als 2.000 Euro fällig, wenn die Rettungsdienste blockiert werden. Bei uns sind es nur 20 Euro. Wer in Österreich auf der Autobahn unterwegs ist, sieht ganz schnell das dieses erzieherische Element Wunder wirkt.“ Wie eine Rettungsgasse gebildet wird, zeigen die eigens für die Kampagne angeschafften Banner, die ähnlich gestaltet sind wie in Österreich und in Niedersachsen ab sofort an Autobahnbrücken vor stauträchtigen Baustellen hängen.

Abschließend dankte der Minister den Pannen- und Stauhelfern der Automobilclubs und der Johanniter-Unfall-Hilfe, die auch dieses Jahr während des Ferienreiseverkehrs wieder auf den Autobahnen unterwegs sind. „Für die Ferienfahrer ist es ein gutes und beruhigendes Gefühl zu wissen: Wenn ich Hilfe brauche, stehen die Pannen- und Stauhelfer mir mit Rat und Tat zur Seite.“

 

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