„Bemühungen des Landes durch lokale Initiativen ergänzen“

21. Juni 2016 | Themenbereich: Hessen, Prävention | Drucken

Die frühzeitige Präventionsarbeit ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen den politischen und religiösen Extremismus in Hessen. Das betonte Innenminister Peter Beuth im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Projektes „Prävention gegen religiösen Extremismus im Kreis Offenbach“ heute in Dietzenbach. Das Land Hessen fördert das Präventionsprojekt mit knapp 90.000 Euro.

„Hessen hat in den vergangenen 24 Monaten eine beispiellose Präventionsoffensive gestartet und Extremisten in den Reihen unserer Gesellschaft den Kampf angesagt. Dazu haben wir nicht nur das Landesamt für Verfassungsschutz personell deutlich verstärkt, sondern auch ein Präventionsnetzwerk gegen Salafismus ins Leben gerufen. Hessen betrat seinerzeit Neuland mit diesem Projekt, das kurze Zeit später zum Vorbild für ähnliche Initiativen in den anderen Bundesländer wurde. Die bisherige Bilanz und Resonanz bestätigt den Kurs, den wir mit diesem Vorzeigeprojekt in Hessen eingeschlagen haben: Bislang konnten über 100 Angehörige sowie rund 90 Gefährdete und Radikalisierte beraten werden. Umso wichtiger ist es, dass die Bemühungen des Landes durch Initiativen der Kreise, Städte und Gemeinden ergänzt werden, um regionale und lokale Gegebenheiten und Entwicklungen besser berücksichtigt zu können. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der Landkreis Offenbach nun ein eigenes Projekt zur Extremismus-Prävention auf den Weg gebracht hat“, so Innenminister Peter Beuth.

Das Projekt „PRO Prävention“ des Landkreises Offenbach setzt auf die Bildung eines weitreichenden Netzwerkes, das alle wichtigen Akteure und Institutionen miteinander verbindet. Dazu gehören neben den Betroffenen selbst und deren Familien auch das nähere Umfeld wie Freunde oder Schulen, die Sicherheitsbehörden und staatliche Institutionen sowie der Kreisausländerbeirat, das Integrationsbüro des Kreises Offenbach und Moscheevereine.

„Der ganzheitliche Ansatz, der hier verfolgt wird, ist erfolgsversprechend: Die Teilnehmer werden mit zielgruppengerechten Angeboten für die Gefahren des religiösen Extremismus sensibilisiert. Die Vermittlung entsprechender Kompetenzen und Abwehrstrategien steht dabei im Vordergrund“, so Innenminister Peter Beuth.

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