Staatsregierung ehrt Wasserwacht Bayern mit Staatsempfang

20. Juni 2016 | Themenbereich: Bayern, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Bei einem Staatsempfang in der Münchner Residenz ehrte heute die Bayerische Staatsregierung die Wasserwacht Bayern für ihre Verdienste. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann überbrachte die Grüße des Bayerischen Ministerpräsidenten und zeichnete gemeinsam mit der Vorsitzenden der Bayerischen Wasserwacht, Umweltministerin Ulrike Scharf, und dem Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, verdiente Ehrenamtliche mit der Rettungsmedaille der Wasserwacht sowie Ehrenzeichen und Ehrennadeln aus. „Sie setzen sich unermüdlich und mit geballter Tatkraft für unsere Sicherheit im, am und auf dem Wasser ein. Das verdient hohe Anerkennung, Respekt und besonderen Dank.“ Mit diesen Worten dankte Herrmann den Mitgliedern der Wasserwacht für das tagtägliche große Engagement um die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung.

Das herausragende Engagement habe die Wasserwacht im Katastrophenschutz erst kürzlich wieder beim Einsatz in den Landkreisen Rottal-Inn, Passau und Weilheim gezeigt. „Dieses Engagement unterstützt der Freistaat nach Kräften, etwa durch die im Bayerischen Rettungsdienstgesetz verankerte jährliche Kostenerstattung für die Beschaffung von Fahrzeugen, Rettungsmitteln und Funktechnik“, betonte Herrmann. Im Doppelhaushalt 2015/2016 stehen hierfür mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Bayerischen Sonderinvestitionsprogramm Hochwasser erhalten die fünf Wasserrettungszüge der Wasserwacht zudem fünf Mannschaftstransportwagen mit entsprechenden Geräteanhängern im Wert von rund 400.000 Euro. Die Auslieferung beginnt in Kürze.

Die Geburtsstunde der modernen Wasserwacht war im Jahr 1945. Damals gab die amerikanische Besatzungsmacht dem Bayerischen Roten Kreuz den Auftrag, den Wasserrettungsdienst zu organisieren. Am 14. November 1945 wurde die Wasserwacht als neue Rot-Kreuz-Gemeinschaft in das Bayerische Rote Kreuz eingegliedert. Die rund 55.000 aktiven Einsatzkräfte leisten jährlich sage und schreibe mehr als 5.000 Einsätze und Hilfeleistungen. Allein 2015 haben sie zudem mehr als 100 Menschen aus akuter Gefahr aus dem Wasser gerettet. Herrmann hob auch die Leistungen der Wasserwacht für die Jugend in Schulen und Verbänden hervor: 1.100 Ausbilder lehren jedes Jahr rund 10.000 Kindern und Jugendlichen das Schwimmen.

Herrmann schloss mit Dank an die Vorsitzende der Wasserwacht für die verantwortungsvolle Aufgabe und bat die Ehrenamtlichen: „Setzen Sie die Erfolgsgeschichte in bewährter Weise zum Wohl unserer gesamten Gesellschaft fort!“

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