DPolG kritisiert Vorschlag „Hilfspolizisten“ einzusetzen

17. Juni 2016 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die DPolG kann dem Vorschlag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière nur wenig abgewinnen, „Hilfspolizisten“ bei der Bekämpfung von Einbruchskriminalität einzusetzen. DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Wenn ‚Hilfspolizisten‘ oder Angestellte im Polizeidienst Aufgaben wahrnehmen wie Objektschutz, Bewachung von Asylbewerberunterkünften, konsularischen oder behördlichen Einrichtungen ist das sinnvoll. Denn hier wird die Polizei entlastet, die für solche Tätigkeiten auch überqualifiziert ist. Solch eine Aufgabenunterteilung stößt aber bei der klassischen Kriminalitätsbekämpfung an seine Grenzen. Für Streifengänge in sensiblen Stadtteilen sollten deshalb nach wie vor Polizeibeamte eingestellt und eingesetzt werden.“

Flankiert werden muss das von weiteren, auch gesetzgeberischen Maßnahmen. Der oft bei Gerichtsverfahren gegen Einbrecher angewandte minderschwere Fall sollte abgeschafft und dafür der Wohnungseinbruchdiebstahl in den Katalog der schweren Straftaten aufgenommen werden. Wendt: „Es muss endlich gehandelt werden, sonst bekommen die Bürgerinnen und Bürger den Eindruck, Deutschland fällt unter die Räuber.

Für die Bundespolizei, für deren personelle Ausstattung der Bundesinnenminister Verantwortung trägt, gilt nach wie vor unsere Forderung, so genannte Bundespolizeiliche Unterstützungskräfte einzustellen, die die Vollzugskräfte bei administrativen Aufgaben entlasten und so endlich den dringen erforderlichen Entlastungseffekt erzielen!“

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