„Nein“ zum ED – Mobil!

15. Juni 2016 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Die Polizei Hamburg befasst sich schon seit vielen Jahren mit der Neuorganisation des Erkennungsdienstes. Alle bisherigen Überlegungen wurden – zurecht – verworfen. Für die neuste Idee „ED-Mobil“, soll das LKA 26/ED aufgelöst und 24 Kolleginnen und Kollegen von dort in die Schichten des Kriminaldauerdienstes (KDD) verlagert werden.

Alle ED-Behandlungen mit anschließender Entlassung der Festnahme sollen dann an den PK und WSPK durch die Tarifbeschäftigten des KDD durchgeführt werden. Die übrigen ED-Behandlungen, inklusive der Vorladungen, sollen jedoch weiterhin im PP als „ED-zentral“ erfolgen.

Für ED-Mobil müssen an allen Standorten entsprechende ED-Räume hergerichtet werden, wobei die hochfrequentierten Standorte PK 15 und PK 21 aufgrund baulicher Gegebenheiten dafür nicht geeignet sind. Außerdem müssen für die mobilen ED-Behandlungen mobile Scanner gekauft werden.

Und warum das Ganze?? Anhand von Durchschnittsberechnungen meint man belegen zu können, dass der Erkennungsdienst nicht durchgehend ausgelastet und damit Einsparpotential bei den Tarifbeschäftigten vorhanden sei. Jeder Bereich der Polizei, der rund um die Uhr vorgehalten wird, ist nicht gleichmäßig rund um die Uhr ausgelastet. Dies ist immanent für die polizeiliche Arbeit und niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, in anderen Schichtdienstbereichen wegen partiell geringerer Auslastungen Personal zu streichen oder Dienststellen aufzulösen?!

Die Mitarbeiter des Erkennungsdienstes leisten hervorragende Arbeit und haben innerhalb der Polizei Hamburg eine hohe Akzeptanz! Durch die Streichung von Tarifstellen wird der Primärvollzug weiter belastet. Die Kollegen der Schutzpolizei sorgen für die Bewachung und die Kollegen des Kriminaldauerdienstes führen zu Spitzenzeiten die ED-Behandlungen durch…

Der BDK sagt deutlich „Nein“ zu ED – Mobil!!!

Der BDK fordert die Besetzung der freien Stellen im LKA 26/ED und die personelle Aufstockung des DGT, damit ED-Behandlungen innerhalb des rechtlichen Rahmens und weiterhin mit hoher Qualität vorgenommen werden können.