„Neue Tablets verschaffen der Polizei mehr Einsatzzeit auf der Straße“

14. Juni 2016 | Themenbereich: Ausrüstung, Niedersachsen, Polizei | Drucken

Der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat am (heutigen) Montag nach erfolgreichem Pilotprojekt den Startschuss für die landesweite Verteilung von Tablets an die Polizei Niedersachsen gegeben. Mit den Tablets können flächendeckend Daten erfasst und abgefragt werden. „Wichtige Informationen oder Berichte müssen so nicht mehr im Büro ins System eingegeben werden. Das verschafft der Polizei mehr Zeit für Einsätze auf der Straße“, so Minister Pistorius. Symbolisch überreichte er im Polizeikommissariat Ronnenberg dem Leiter des Einsatz- und Verkehrsdezernates der PD Hannover, Uwe Lange, sowie Beamtinnen und Beamten des Einsatz- und Streifendienstes die ersten Tablets für die Dienststelle.

Im Rahmen des landesweiten Rollouts werden jetzt rund 500 Endgeräte stufenweise an die Polizeibehörden übergeben und in Betrieb genommen. Die Polizeidirektion Hannover, deren Zuständigkeitsbereich die Landeshauptstadt und die Region Hannover umfasst, erhält als erste Behörde zunächst 45 Tablets. Folgen werden die Polizeidirektionen Braunschweig, Göttingen, Lüneburg, Osnabrück und Oldenburg mit ebenfalls jeweils 45 Geräten. Die Spezialeinheiten wie SEK und MEK werden vorrangig mit Smartphones ausgestattet.

Das Innenministerium plant in den kommenden Jahren eine weitere sukzessive Erhöhung der Geräteanzahl sowie die Weiterentwicklung polizeispezifischer Applikationen. Pistorius: „Die Einsatzmöglichkeiten mobiler Endgeräte sind riesig. Und sie entwickeln sich unglaublich dynamisch weiter, wie jeder aus dem privaten Lebensumfeld weiß. Wir wollen und müssen hier von den digitalen Möglichkeiten profitieren, zur schnelleren Aufnahme von Daten im Streifendienst über die Sicherung von Beweisen bis hin zur Fahndungsunterstützung.“

Der Minister dankte der für die technische Entwicklung und fachliche Umsetzung des Projekts zuständigen Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen mit der Abteilung „Informations- und Kommunikationstechnologie“, die „Pionierarbeit geleistet habe“, so Pistorius.

Der Minister hatte im Herbst vergangenen Jahres ein Pilotprojekt in drei ausgewählten Polizeiinspektionen (Oldenburg Stadt / Ammerland, Osnabrück und Lüneburg / Lüchow-Dannenberg / Uelzen) für die Nutzung von polizeilichen Apps auf mobilen Endgeräten starten lassen, mit dem zunächst 60 Tablets im Einsatz- und Streifendienst getestet werden sollten. „Wir hatten nicht nur hohe Anforderungen an die Praxistauglichkeit der Geräte und ihre Funktionalitäten, sondern natürlich auch an die Sicherheit der Daten“, so der Minister. „Ich freue mich, dass die Polizei im Praxistest diese technische Innovation äußerst positiv angenommen hat.“

Die Tablets sind mit einem speziell gesicherten Betriebssystem ausgestattet, um insbesondere den hohen Anforderungen an die Informationssicherheit Rechnung zu tragen und die personenbezogenen Daten optimal zu schützen. Mit ihnen können die Beamtinnen und Beamten schnell und unkompliziert polizeiliche Informations- und Auskunftssysteme mobil nutzen. Möglich sind z. B. der Zugriff auf Fahndungssysteme und die Durchführung von Anfragen beim Kraftfahrtbundesamt sowie die Erfassung von Vorgängen im Vorgangsbearbeitungssystem. Der Einsatz mobiler Endgeräte ermöglicht ein schnelleres und effizienteres Arbeiten durch Einmalerfassung von Daten direkt am Einsatzort. „Die Polizei und die Bürgerinnen und Bürger werden in Zukunft zweifellos von der Nutzung mobiler IT profitieren. Eine moderne Polizei kann vor Ort viel flexibler, schneller und serviceorientierter arbeiten. Kurz gesagt: Es wird dadurch mehr Polizei auf der Straße geben, weil vieles nicht mehr am Schreibtisch erledigt werden muss“, so der Minister.

Die Entwicklungen erfolgten natürlich in enger Abstimmung mit der Niedersächsischen Landesbeauftragten für den Datenschutz (LfD). Die Verschlüsselung der Daten erfolgt im sogenannten End-to-End-Verfahren. Es kann also niemand mitlesen – außer demjenigen, der die Daten absendet und der Person, die sie empfängt.

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