Anschlag auf Sikh-Tempel: Fünfter Tatverdächtiger festgenommen

8. Juni 2016 | Themenbereich: Kriminalität, Nordrhein Westfalen | Drucken

Ein weiterer Tatverdächtiger im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag auf den Essener Sikh-Tempel am 16. April wurde gestern in Gelsenkirchen festgenommen. „Der Zugriff der Polizei erfolgte in den frühen Morgenstunden“, sagte Innenminister Ralf Jäger. Dem 17-jährigen türkischstämmigen Deutschen wird vorgeworfen, die Haupttäter von Essen unterstützt zu haben. Der Festgenommene war seit April 2014 im NRW-Präventionsprogramm „Wegweiser“.
„Der islamistische Terror hat sich massiv verjüngt. Darauf reagieren wir entschlossen. Wir werden unsere Präventionsarbeit deshalb weiter ausbauen. Zudem wollen wir das Verfassungsschutzgesetz ändern, damit künftig auch die Daten minderjähriger Gefährder ab 14 Jahren gespeichert werden können“, sagte Jäger.
So engmaschig das Präventionsnetz in NRW aber auch sei, eine Erfolgsquote von 100 Prozent bleibe illusorisch: „Es gelingt uns, manchen verhetzten Menschen zurückzuholen. Das dauert oft Jahre. Es gelingt uns, manche erst gar nicht so weit abrutschen zu lassen. Und doch entgleiten uns manche am Ende noch“, so Jäger. Der Weg sei aber alternativlos. Die Nachfrage nach der langfristigen Beratung bei „Wegweiser“ wird in NRW immer größer. „Wir dürfen die Jugendlichen und ihre Eltern, Geschwister, Lehrer oder Freunde mit ihren Fragen, Sorgen und Ängsten nicht alleine lassen“, betonte der Minister.

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