Forschungsperspektiven der Zuwanderung

1. Juni 2016 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Nordrhein Westfalen | Drucken

An der Deutschen Hochschule der Polizei fand unter dem Titel „Forschungsperspektiven der Zuwanderung“ am 20. und 21. April 2016 eine Konferenz statt, die vor allem dem Austausch und der Identifikation von Forschungsfragen diente. Die inhaltliche Einführung in die Tagung nahmen Dr. Wolf Junker, Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Ralph Tiesler, Bundesministerium des Innern (BMI) vor. Während Dr. Wolf Junker einen Überblick über die Maßnahmen des BMBF im Bereich Migration und Integration gab, schilderte Ralph Tiesler (BMI), der mit der Koordinierung der Flüchtlings- und Asylbewerberaufnahme beauftragt ist, die aktuelle Situation der Migrations- und Flüchtlingsbewegung. An die Einführungsvorträge anschließend, entschieden sich die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für einen der sechs Themenworkshops.

Dort diskutierten sie mit den Moderatorinnen und Moderatoren vertiefend über Fragestellungen, die sich aus der aktuellen Zuwanderung ergeben und aus denen sich Forschungsansätze ableiten lassen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die zahlreichen Verantwortlichen aus Behörden und Verbänden, die sich in ihrer Arbeit mit Fragen und Herausforderungen der Zuwanderung befassen, nahmen sich die Zeit, das aktuelle Phänomen der Zuwanderung differenziert zu betrachten.

Dabei standen die Themenfelder Auswirkung von Flucht und Migration auf die Gesellschaft ebenso auf der Agenda wie sicherheitsrechtliche und kommunale sicherheitspolitische Fragestellungen. Ferner lag der Fokus auch auf Fragen der Sicherheitskultur und ihrem Anteil an einer gelingenden Integration. Auch wenn angesichts der umfassenden und zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen nach schnellen Lösungen gesucht wird, waren sich die Expertinnen und Experten einig, dass es Zeit ist, langfristige Forschungsvorhaben zu konzipieren und in einem Verbund von Wissenschaft und Praxis zu realisieren. Die Deutsche Hochschule der Polizei wird sich des Themas weiterhin annehmen und ihren Teil zur Vernetzung der Akteure zu leisten versuchen.

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