Opferorientierung im Justizvollzug

24. Mai 2016 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz eröffnete heute den ersten Runden Tisch zum Thema „Opferorientierung im Justizvollzug“. Bei der Auftaktveranstaltung in der Justizvollzugsanstalt Hannover diskutierten Fachleute von Opferhilfeeinrichtungen, Ambulantem Justizsozialdienst, Landespräventionsrat, der Konfliktschlichtungsstelle Waage e.V. und dem Justizvollzug darüber, wie die Opferperspektive künftig stärker in die Gestaltung des Justizvollzuges einbezogen werden kann. Ziel des Runden Tisches ist, alle Akteurinnen und Akteure rund um das Thema Straffälligkeit und Opferhilfe zu vernetzen und gemeinsam Wege zu finden, den Belangen von Opfern im Justizvollzug mehr Geltung zu verschaffen.

In ihrer Begrüßung betonte die Justizministerin: „Die Interessen der Opfer müssen auch im Justizvollzug eine bedeutsame Rolle spielen. Deshalb ist es mir ein besonderes Anliegen, Fachleute zusammenzubringen, die aus verschiedenen Perspektiven auf Kriminalität und deren Folgen blicken. Ich freue mich, wenn es gelingt, Runde Tische auch in den anderen Justizvollzugsanstalten zu etablieren, damit die Beteiligten gemeinsam eine Opferorientierung verwirklichen und sich über Erfahrungen, Ideen und Möglichkeiten von Wiedergutmachung auszutauschen können.“

Hintergrund

Seit Juli 2015 entwickelt der Niedersächsische Justizvollzug Leitlinien und Maßnahmen für eine verstärkte Opferorientierung im Justizvollzug. Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Vernetzung der Justizvollzugsanstalten mit Opferhilfeeinrichtungen, Konfliktschlichtungs-stellen, Präventionsstellen, dem Ambulanten Justizsozialdienst, der Polizei und den Gerichten. Der Runde Tisch in der JVA Hannover wurde auf Initiative der Anstaltsbeirätin Dr. Brigitte Vollmer-Schubert in Zusammenarbeit mit dem Leiter der JVA Hannover, Matthias Bormann, eingerichtet. Die landesweite Einführung Runder Tische Opferorientierung auf Einladung der Justizvollzugsanstalten ist geplant.

Ansprechpartner für den Inhalt dieser Presseinformation:

Frau Marika Tödt
Nds. Justizministerium

Pressesprecherin
Am Waterlooplatz 1
30169 Hannover
Tel: 0511