Sprengstoffsuchgeräte am Münchner Flughafen nicht zu beanstanden

19. Mai 2016 | Themenbereich: Bayern, Innere Sicherheit | Drucken

Die Sprengstoffspürgeräte am Münchner Flughafen sind nicht zu beanstanden. „Nach zweimaliger Untersuchung gibt es nach Feststellung der Gutachter keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen der Geräte auf das für die Kontrollen verantwortliche Sicherheitspersonal.“ Die Geräte werden auch an allen anderen europäischen Flughäfen eingesetzt. Hier werde nichts verharmlost oder beschwichtigt. Das sagte Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann auf die neuerliche Kritik am Einsatz der Geräte. Er kündigte jedoch für Ende Mai/Anfang Juni 2016 nochmals Messungen an, um letzte Zweifel bei den Mitarbeitern auszuräumen.

Dem für die Personenkontrollen am Münchner Flughafen zuständigen Luftamt Südbayern liegt seit 4. November 2015 eine arbeits- und umweltmedizinische Stellungnahme des Institutes für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) vor. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass außer kurzzeitigen Irritationen durch die eingesetzten Sprengstoffspürgeräte weder Gesundheitsbeeinträchtigungen noch Langzeitschäden zu befürchten sind. Eine weitere fachliche Überprüfung am 2. November 2015 im Auftrag der Staatsanwaltschaft direkt vor Ort ergab ebenso, dass keine gesundheitsschädlichen Ausdünstungen von den Geräten ausgehen. Seitdem sind die Geräte wieder im Einsatz. Dem Luftamt Südbayern liegen zwar erneute Beschwerden über gesundheitliche Beeinträchtigungen der Mitarbeiter vor, eine Kausalität mit dem Betrieb der Geräte ist jedoch nicht feststellbar.