Ergebnis des Runden Tischs zur Polizeiinspektion Selb

27. April 2016 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Die polizeilichen Zuständigkeiten im Landkreis Wunsiedel für Selb und Marktredwitz werden auf Vorschlag des Polizeipräsidiums Oberfranken ab Herbst 2016 optimiert und nach einem Jahr sorgfältig geprüft. Außerdem erhält das Polizeipräsidium Oberfranken zur Verstärkung der neuen Fahndungsstruktur 2017 und 2018 jeweils fünf zusätzliche Polizeistellen. Das hat heute Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck nach dem Runden Tisch mit hochrangigen Mandatsträgern, Polizeivertretern und dem Personalratsvorsitzenden der oberfränkischen Polizei im bayerischen Innenministerium entschieden. „Wir haben die Argumente sehr intensiv diskutiert und abgewogen“, berichtete Eck. „Ich bin überzeugt, dass die Polizei in der Region mit der Neuorganisation und den zusätzlichen Stellen deutlich leistungsfähiger wird. Dadurch können wir das Personal noch effektiver, effizienter und bürgernäher einsetzen. Die Bürgerinnen und Bürger werden von mehr Polizeipräsenz und zusätzlichen Polizeistreifen profitieren.“

Wie der Staatssekretär erläuterte, stehen in Selb und Markredwitz durch das Zusammenlegen von Verwaltungsaufgaben zukünftig sieben Polizisten mehr für Streifenfahrten zur Verfügung. Bis zu fünf uniformierte Polizeistreifen können nun zeitgleich für Sicherheit sorgen. Dazu kommen spezielle Fahndungsstreifen in zivil. „Auf jeden Fall werden wir die neue Polizeistruktur nach einem Jahr gründlich auf den Prüfstand stellen und nötigenfalls nachjustieren“, sicherte Eck zu.

In Selb wird eine sogenannte Polizeiinspektion Fahndung als Spezialdienststelle zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität mit zunächst 35 Beamten eingerichtet. Bis 2018 wird die Dienststelle auf 45 Fahnder aufgestockt und damit die Fahndung im Grenzbereich zu Tschechien verstärkt. „Die Dienststelle steht selbstverständlich auch Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner und bei Notfällen zur Seite“, erklärte der Staatssekretär. Außerdem erhält Selb eine Polizeiwache mit zwölf Polizistinnen und Polizisten, die werktags zwischen 6 und 22 Uhr sowie Sonn- und Feiertags zwischen 8 und 18 Uhr besetzt sein soll. Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es dort eine Sprechstelle mit Videoübertragung zur Polizeiinspektion Marktredwitz. „Damit haben in Selb zukünftig 57 Polizistinnen und Polizisten ihren Dienstsitz, 17 mehr als bisher“, rechnete Eck vor. In Marktredwitz wird im Gegenzug die bisherige 18-köpfige ‚Fahndungsgruppe Schirnding‘ in die neue Polizeiinspektion Fahndung in Selb integriert. Zukünftig wird es eine leistungsstarke Polizeiinspektion Marktredwitz mit 65 Polizeistellen geben. Zwölf dieser Polizisten werden auf der Polizeiwache Selb eingesetzt. „Durch einen deutlich schlankeren Verwaltungsapparat und die zehn zusätzlichen Stellen haben wir dann deutlich mehr Polizisten für die Polizeiarbeit in der Region“, fasste Eck zusammen.

Wie der Staatssekretär erklärte, hat das Polizeipräsidium Oberfranken dazu bereits ausgefeilte Streifenpläne erstellt. Künftig wird es für Selb und Marktredwitz zwei feste Streifenbereiche geben. In beiden Streifenbereichen sind jeweils eine feste Polizeistreife sowie Fahndungsstreifen eingeplant. Zusätzlich sind ein bis zwei zusätzliche Polizeistreifen möglich. Dazu kommt in Selb eine Bedarfsstreife der Polizeiwache. Koordiniert werden die Streifen von der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums. Diese kann im Notfall auch weitere Unterstützungskräfte der umliegenden Dienststellen alarmieren. „Das ist eine ganz erhebliche Verbesserung der Streifenpräsenz und der Schleierfahndung in der Region“, betonte der Innenstaatssekretär abschließend. „Wir erhöhen dadurch die Bürgernähe, stärken die Kriminalitätsbekämpfung und intensivieren den Kontrolldruck.“

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