Landespräventionsrat initiiert Bündnis zur Etablierung einer Beratungsstruktur für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt

19. April 2016 | Themenbereich: Niedersachsen, Prävention | Drucken

Niewisch-Lennartz: „Beratungsangebot angesichts rasant ansteigender Zahl rechtsextrem motivierter Gewalttaten wichtiger denn je.“

Gestern fand im Rahmen eines Fachsymposiums die konstituierende Sitzung des „zivilgesellschaftlichen Bündnisses zur Etablierung einer Beratungsstruktur für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt“ in Hannover statt. Eingeladen hatte der Landespräventionsrat Niedersachsen. Ziel des Bündnisses ist die Verständigung über und die Empfehlung eines Modells zur Einrichtung einer landesweiten Beratungsstruktur für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Rund 60 Akteurinnen und Akteure aus kommunalen und landesweiten Strukturen nahmen an der Veranstaltung teil.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz: „Ich freue mich über die Vielfalt der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der unterschiedlichen Institutionen. Ihnen allen möchte ich für Ihr Kommen und Ihr Engagement danken.“ Es sei sehr wichtig für den Erfolg der Betroffenenberatung, so die Ministerin, dass die Vertreter und Vertreterinnen der verschiedenen Gruppen „ihre Expertise, ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen“.

Die Landesregierung arbeitet derzeit an einem Landesprogramm „Prävention und Intervention gegen Diskriminierung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Ideologien der Ungleichwertigkeit“. Auch der Niedersächsische Landtag hat die Planungen der Landesregierung in einer einstimmigen Entschließung aller Fraktionen begrüßt. Im Mittelpunkt steht u.a. die spezialisierte Beratung für Opfer von Hass- und Diskriminierungskriminalität. Das Programm finanziert sich zum überwiegenden Teil aus Mitteln, die die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtages zur Verfügung stellen, sowie über das Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Ministerin Niewisch-Lennartz: „Angesichts der rasant ansteigenden Zahl rechtsextrem motivierter Gewalttaten ist die Umsetzung eines spezialisierten Beratungsangebots für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt wichtiger denn je.“

 

 

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