Angriffe kommen öfter – und unvermittelt

6. April 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Immer öfter werden Beamte in Deutschland völlig unvermittelt angegriffen, berichtet die ARD. „Es gibt einfach kein gutes Bild über den öffentlichen Dienst“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow in der ARD-Tagesschau. Bundesinnenminister de Maizière kündigte nun härteres Durchgreifen an. Die Gewerkschaft der Polizei beklagt einen Anstieg von Gewalttaten gegen Polizisten. Besonders häufig würden mittlerweile Streifenpolizisten und Beamten im Einsatz „zur Bekämpfung der Alltagskriminalität“ angegriffen, sagte Malchow in der Nachrichtensendung im Ersten.
Früher seien Beamten hauptsächlich dann verletzt worden, wenn sich Bürger gegen eine Vollzugsmaßnahme gewehrt hätten. „Inzwischen haben wir immer häufiger Körperverletzungsdelikte, wo die Polizisten gar nicht gegen die Bürger einschreiten – etwa bei der Aufnahme eines Unfalls oder beim Streifegehen“, berichtet Malchow. Seine Gewerkschaft fordert daher nun eine Gesetzesänderung, damit auch solche Delikte gesondert unter Strafe gestellt werden.