Fachhochschule der Polizei verabschiedet Beamte in den mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst

31. März 2016 | Themenbereich: Brandenburg, Polizei | Drucken

Brandenburgs Polizei bekommt erneut Verstärkung. Die Fachhochschule der Polizei in Oranienburg verabschiedete heute 60 frisch ausgebildete Polizeimeisterinnen (11) und Polizeimeister (49). Nach zweieinhalbjähriger Ausbildung treten die Nachwuchskräfte bereits morgen ihren Dienst bei der Bereitschaftspolizei (39) oder in einer der vier Polizeidirektionen (21) des Landes Brandenburg an.

Jörg Wollny, Abteilungsleiter im Innenministerium, betonte bei der feierlichen Übergabe der Zeugnisse an die Polizeimeisterinnen und Polizeimeister: „Sie haben sich vor zweieinhalb Jahren für den Polizeiberuf entschieden. Aber das ist mehr als ein Beruf. Das ist eine Berufung. Polizisten müssen hohe Ansprüche an sich selbst stellen und eine erhebliche Verantwortung übernehmen. Polizisten dienen dem Wohl der Bürger unseres Landes.“

Wollny verwies zudem auf die derzeit angespannte Lage im Land. Die Flüchtlingsproblematik habe zu einer enormen Einsatzbelastung bei der Polizei geführt. Die Polizei müsse Demonstrationen pro und contra Asyl absichern, Flüchtlingsheime schützen und bei Auseinandersetzungen in den Heimen einschreiten. „Das sind mitunter extrem aufwändige Einsätze, die neben dem Alltagsgeschäft bewältigt werden müssen. Da kommen gut ausgebildete Nachwuchskräfte gerade recht. Sie können sicher sein: Die Kollegen in den Dienststellen warten schon auf Sie und werden Ihnen beim Berufseinstieg mit Rat und Tat zur Seite stehen.“

Die Polizei-Fachhochschule verabschiedete zudem 24 Polizistinnen (7) und Polizisten (17), die in den vergangenen sechs Monaten den Aufstiegslehrgang vom mittleren zum gehobenen Polizeivollzugsdienst absolviert haben. An dem Lehrgang nahmen auch zwei Beamte des Bundestages teil. Die Fachhochschule bietet den Kurs zweimal pro Jahr an. Zu den Fächern gehören dabei Einsatz- und Führungslehre, Rechtswissenschaften sowie Kriminal- und Sozialwissenschaften.

An die Aufsteigerinnen und Aufsteiger gerichtet, verwies Wollny auf einen noch höheren Anspruch und eine noch größere Verantwortung. „Dass Sie sich dieser Herausforderung stellen, zeugt von hoher Motivation, persönlichem Engagement und der Bereitschaft, sich aktiv in die immer anspruchsvollere Arbeit der Polizei unseres Landes einzubringen. Sie haben in den vergangenen sechs Monaten Ihre Lernfähigkeit und Ihre Lernbereitschaft unter Beweis gestellt und gezeigt, dass Sie zu Recht als Leistungs- und Hoffnungsträger der Brandenburger Polizei gelten.“