Dramatischen Anstieg bei Wohnungseinbrüchen bekämpfen

30. März 2016 | Themenbereich: Kriminalität, Niedersachsen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen fordert angesichts dramatischer Zahlen bei Wohnungseinbrüchen mehr Personal und einen Ausbau der Schutzmaßnahmen an Gebäuden.
Am 30. März waren erste Informationen aus der bundesweiten polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) durch Medienberichte bekannt geworden. Demnach sind insbesondere die Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Prozent auf 167.000 Delikte angestiegen. In Niedersachsen hat es 2015 sogar 13,1 Prozent (16.575 Delikte insgesamt) mehr gegeben als 2014. Höher waren die Steigerungsraten nur noch in Nordrhein-Westfalen mit einem Plus von 18,1 Prozent und in Hamburg mit einem Anstieg um sogar 20,2 Prozent.
„Aus Sicht der GdP Niedersachsen sind diese Zahlen deshalb so dramatisch, weil Wohnungseinbrüche für die betroffenen Opfer eine extreme Belastung und Beeinträchtigung ihres Sicherheitsgefühls bedeuten“, erläuterte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. Allerdings zeige die ebenfalls deutlich angestiegene Anzahl der an Sicherungsmaßnahmen gescheiterten Einbruchsversuche in Niedersachsen (5.652 im Jahr 2014 und 6.462 im Jahr 2015), dass der Weg der technischen Prävention der richtige sei.
„Neben einer stärkeren staatlichen Förderung für den Ausbau von Schutzmaßnahmen sowohl an Bestands- als auch Neubauten muss die polizeiliche Arbeit gerade in diesem Deliktsfeld intensiviert werden“, sagte Dietmar Schilff. Zentral bleibe aus Sicht der GdP daher die Forderung nach ausreichend Personal angesichts der zunehmenden Aufgaben. „Für eine umfangreichere Beratung der Bevölkerung, für mehr Präsenz in Wohngebieten und für eine umfangreichere Aufklärung der Taten braucht die Polizei schlicht mehr Personal“, betonte er.