Menschen in Europa gemeinsam vor Terroranschlägen besser schützen

22. März 2016 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Die jüngsten menschenverachtenden Terroranschläge haben nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) nicht allein der belgischen Hauptstadt, sondern Europa gegolten. GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow: “Die europäischen Mitgliedsländer müssen beginnen zu begreifen, dass nur eine gemeinsame Innen-, Justiz- und Sicherheitspolitik, ein uneingeschränkter gemeinsamer Datenaustausch und eine barrierefreie polizeiliche Zusammenarbeit die Menschen in Europa vor dem islamistischen Terror besser schützen kann.“
Wichtig sei vor allem, so Malchow, dass polizeiliche und auch nachrichtendienstliche Informationen jederzeit richtig eingeordnet und polizeitaktisch verarbeitet werden können. Es spreche viel dafür, das Beispiel des deutschen Gemeinsamen Terrorabwehrzentrums auch auf die europäische Ebene zu bringen und zu prüfen, ob ein solches Zentrum eingerichtet werden kann.

Malchow: „Es kann nicht sein, dass Informationen über potenzielle Attentäter in den Sicherheitsbehörden vorliegen, sie aber nicht jeder Sicherheitsbehörde in Europa zu gleicher Zeit zugänglich sind“.

Den Angehörigen der Todesopfer in Brüssel sprach Malchow seine Anteilnahme aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung.